Lara Kusztrich ist 26 Jahre alt und hat eher ungewöhnliche Arbeitsplätze: den Wiener Musikverein und die Staatsoper. Dort probt sie jeden Tag, denn auch während der Coronavirus-Pandemie muss geübt werden: für Konzerte, die über das Internet übertragen werden, Opern und natürlich das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. „Ob ich direkt davor noch nervös sein werde, weiß ich nicht. Ich glaube aber nicht, weil wir alle sehr gut vorbereitet sind. Ich kann mir vorstellen, dass eine positive Form von Aufregung da sein wird. Ich freue mich wahnsinnig. Das ist mein allererstes Neujahrskonzert und dann gleich unter Riccardo Muti, da freue ich mich irrsinnig drauf“, so die junge Musikerin.

Sendungshinweis
- Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker
- Pausenfilm „Happy Birthday, Burgenland! 1921 bis 2021“
Freitag, 1.1.2021, ab 11.15 Uhr, ORF 2
- „Burgenland heute“, 31.12.2020, 19.00 Uhr, ORF2
Kusztrich kommt aus einer Künstlerfamilie. Ihr Vater ist Schauspieler und Musiker, ihr Bruder Geiger. Mit sieben Jahren begann sie Violine zu lernen. „Es hat mir sehr gut gefallen, wie mein großer Bruder gespielt hat. Wahrscheinlich spielt auch ein bisschen mit, dass mein Vater burgenländische Volksmusik auf der Geige gespielt hat. Ich finde, es ist ein Instrument, auf dem man sehr gut verschiedene Charaktere darstellen kann, und trotzdem die eigene Persönlichkeit sehr gut herauskommt.“ Seither ist das Instrument ihre große Liebe, bis zu acht Stunden täglich spielt und übt die Neudorferin.
Probespiel gewonnen
Ihr Ehrgeiz und Fleiß haben sich ausgezahlt, schließlich gewann sie das Probespiel für das Staatsopernorchester der Wiener Philharmoniker. „Als ich das gewonnen habe, war es so ein unglaubliches Glücksgefühl, weil das die Stelle meiner Träume ist. Und dass man das für sein Leben gewonnen hat, ist etwas ganz wundervolles“, so die erfolgreiche Geigerin.
Musizieren in Rust und auf dem Neusiedler See
Die talentierte junge Geigerin wirkt auch im Pausenfilm „Happy Birthday Burgenland“ des Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker mit. Die Dreharbeiten in Rust und auf einem Schiff am Neusiedler See waren ein Erlebnis, erzählte sie: „Es war recht windig, aber wir haben es geschafft, keine Bögen aus der Hand fallen zu lassen.“ Mehr dazu in 100 Jahre Burgenland: Auftakt mit Neujahrskonzert.