Ärztekammerpräsident: „Höchste Zeit“

Zum Thema „Ärztemangel“ war auch der Präsident der Burgenländischen Ärztekammer, Michael Lang, live in „Burgenland heute“. Laut Lang sei es seitens der Politik „höchste Zeit“, sich dieses Themas anzunehmen.

Laut dem burgenländischen Ärztekammerpräsidenten habe man seitens der Kammer schon lange auf den drohenden Ärztemangel hingewiesen und nun würde endlich auch die Politik auf das Thema aufspringen.

„Es betrifft einerseits die Ausbildung - das Studium. Die Studienbeschränkungen sind aus unserer Sicht - das wäre ein erster Schritt - sofort aufzuheben. Dann gibt es einen freien Zugang zum Studium. Im ersten und zweiten Semester kann man dann mit einem Auswahlsystem die auswählen, die auch wirklich für die Medizin geeignet sind“, so Lang.

Studiogespräch mit Michael Lang, Ärztekammerpräsident Burgenland

Konzept für Lehrpraxis gefordert

Weiters würde ein Konzept für die Lehrpraxis fehlen, was schon dazu führe, dass weniger Kollegen in die Allgemeinmedizin streben, weil Lehrpraxis finanziert gehöre und ein dementsprechendes Modell im Burgenland fehlen würde, so Lang. Dritter Punkt wäre die Unattraktivität des Arzt-Berufes, weil die jungen Kollegen die „rund um die Uhr Verfügbarkeit“ nicht wollen würden, meinte Lang. Die Ärztekammer würde das Modell „Arzt bei Arzt anzustellen“ fordern.

Zum Thema „Teilzeit für Ärzte“ meinte Lang, dass man prinzipiell darüber nachdenken solle, wie man die Situation verbessern könne und dass Teilzeit ein gutes Beispiel sei. „Das heißt, in den funktionierenden Strukturen Teilzeitmodelle einzubauen, im Hinblick darauf, dass sich Kollegen flexibler beschäftigen können“, meinte der Ärztekammerpräsident des Burgenlandes.

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