Knollenziest: Vergessenes Gemüse der Adeligen

Einst war das Wurzelgemüse Knollenziest höchst begehrt in feinen Kreisen.Das Wurzelgemüse, das ursprünglich aus China stammt, wird auch Chinesische Artischocke oder Japanische Kartoffel genannt. Ein Ostasienforscher brachte es Mitte des 19. Jahrhunderts nach Frankreich.

Es war modern, Knollenziest zu essen, weil er sehr teuer war. Die Gründe dafür sind: Knollenziest ist zeitaufwändig zu ernten und nicht lange lagerbar. Und abgesehen von seiner geschmacklichen Raffinesse ist er auch für DiabetikerInnen interessant. Das liegt an der Stachyose, eine Zuckerart, die vom Menschen nicht verstoffwechselt werden kann und unverwertet wieder ausgeschieden wird.

Vielseitiger Knollenziest

Uschi Zezelitsch bereitet einen herbstlichen Salat mit Knollenziest zu.

Alle Gerichte, die mit Kartoffeln zubereitet werden können, sind auch für Gerichte mit Knollenziest geeignet. Man kann die Knollen süß oder sauer einlegen oder wie Spargel zubereiten, also dünsten und mit zerlassener Butter übergießen. Außerdem kann man Knollenziest auch roh essen. Schälen muss man ihn dafür nicht. Es genügt, wenn die Knöllchen gut gebürstet sind, denn die Schale ist zart und glatt.

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(Sendungshinweis: „Radio Burgenland Vormittag“, 9.10.2018).