Künstlerinnen zeigen „Shades of Grey“

In Eisenstadt hat Donnerstagabend das X-art Kunstfestival seine Pforten geöffnet. Das Festival mit Künstlerinnen, Literatinnen und Musikerinnen findet alle zwei Jahre statt. Ein zentraler Punkt dabei ist heuer die Ausstellung „Shades of Grey“.

„Es werden Redewendungen, wo Grau vorkommt, von Künstlerinnen interpretiert, zum Beispiel die ‚graue Maus‘, ‚das Morgengrauen‘, ‚Grauzonen der menschlichen Seele‘“, so Ausstellungskuratorin Pia Bayer zum Thema der Ausstellung. Insgesamt steht das X-art Kunstfestival unter dem Motto „Vom Schein & Sein“.

20 Frauen im Porträt

Darüberhinaus werden 20 Frauen porträtiert. Eine davon ist Hedy Lamarr. Die Schauspielerin war gebürtige Österreicherin und hieß eigentlich Hedwig Kiesler. Unter dem Namen Hedy Lamarr wurde sie zum Hollywood-Star. 1933 sorgte sie mit dem Film „Ekstase“ für einen riesigen Skandal. „Da gibt es eine Szene, und es wird dargestellt der erste Orgasmus der Filmgeschichte“, so Bayer. Diese Szene wurde bei der Eröffnung von X-art gezeigt.

Hedy Lamarr in „Ekstase“

Diese Filmszene, die 1933 für einen Skandal sorgte, ist bei X-art zu sehen.

Hedy Lamarr war aber nicht nur ein hübscher Hollywood-Star, sie war auch Erfinderin: Sie entwickelte ein technisches Verfahren, das heute beim Handytelefonieren zum Einsatz kommt.

„Keine Männerverbotszone“

Das X-art Kunstfestival bietet aber nicht nur eine Ausstellung, es gibt auch ein Rahmenprogramm dazu. Am 6. und 7. Mai wird im Projektraum ein Fotostudio von Lisa Großkopf eingerichtet. In diesem kann sich jeder fotografieren lassen - auch verkleidet und auch Männer. „X-art ist keine Männerverbotszone, alle Männer sind uns ganz herzlich willkommen“, sagt Kuratorin Bayer. Und im Ausstellungsprojekt „inside – outside, Frauen im Iran“ werden die unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten von Frauen im Iran präsentiert.

Das X-art Kunstfestival im Projektraum der Landesgalerie Burgenland in Eisenstadt dauert bis 28. Mai.