Güssing Knights ziehen „Notbremse“

Knalleffekt bei den Güssing Knights vor dem Bundesliga-Spiel am Freitag bei den Traiskirchen Lions: Zwei Spieler und der Trainer verließen wegen der prekären finanziellen Lage den Verein.

Knights-Obmann Reinhard Koch hatte sich bis Freitag eine Frist gesetzt, um abzuklären, ob die laufende Saison finanziell abgesichert sei oder nicht. Hintergrund ist die zu Ende gehende Übertrittszeit. Jetzt müssen die Güssinger, so hieß es in einer Presseaussendung, die „Notbremse“ ziehen.

Knights-Obmann Reinhard Koch im Gespräch mit ORF-Burgenland-Sport-Reporter Michael Guttmann abseits des Spiels gegen die Traiskirchen Lions am Freitagabend

Finanzierung derzeit noch offen

Die Finanzierung der nächsten Monate ist derzeit weiter offen. Trainer Matthias Zollner sowie die Legionäre Jerrell Wright und Bradford Burgess werden den Club fix verlassen und andere offenbar schon bestehende Angebote annehmen. Auch zwei weitere Spieler sind bereits weg. Der Rest bleibt vorerst, darunter alle österreichischen Leistungsträger sowie die Legionäre Dane Watts und Cody Larson. Gecoacht werden die Güssinger vorerst von Trainerassistent Daniel Müllner.

Wörtlich hieß es in der Aussendung: Da der Club nicht ein ähnliches finanzielles Risiko in Kauf nehmen wolle wie in der Vorsaison, müsse die Reduktion des Kaders vollzogen werden. Die Saison soll so zu Ende gespielt werden, und der dann sanierte Klub soll nächste Saison in der ersten Liga weiterspielen.

Klepeisz und Lanegger könnten ebenfalls wechseln

Beim zweifachen Basketball-Meister sind weitere Abgänge nicht ausgeschlossen. Die ÖBV-Internationalen Thomas Klepeisz und Moritz Lanegger denken ebenfalls über ihre Zukunft nach, wie sie am Freitagabend nach dem überraschenden Sieg bei den Traiskirchen Lions einräumten. Er schaue sich um und ziehe einen Wechsel ins Ausland in Betracht, wenn das Angebot passe, so Klepeisz gegenüber der Austria Presse Agentur APA. Sein Herz sei aber in Güssing, aber jeder in der Stadt würde einen solchen Schritt verstehen. Auch für seinen Nationalteamkollegen Lanegger wolle kommende Woche entscheiden was er mache. Das Ausland sei dabei ein Gedanke und sicher ein Thema, wie er sagte.

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