Keine Müllverbrennung in Oberwart

Rund um die Pläne für das Biomassekraftwerk in Oberwart hat sich am Freitag der Geschäftsführer des Kraftwerks zu Wort gemeldet und bekräftigt, dass die Anlange nicht zur einer Müllverbrennung umfunktioniert werde.

Die SPÖ befürchtet, dass das mit Jahresanfang von der Firma Bio-Brennstoff GmbH übernommene Biomassekraftwerk in Oberwart zu einer Müllverbrennungsanlage werden soll. Der Oberwarter Bürgermeister Georg Rosner (ÖVP) bestritt das wiederum - mehr dazu in Aufregung um Pläne für Biomassekraftwerk.

Rückstände aus Papierindustrie werden verwertet

Der Geschäftsführer des Kraftwerks, Eberhard Reil, präsentierte im Oberwarter Gemeinderat alle Pläne, um die Gerüchte, die im Umlauf sind, zu entkräften. „Wir haben da jetzt einen gemeinsamen Weg gefunden und es war für uns immer klar, dass wir die Bürger informieren wollen und dass wir einen transparenten Weg anpeilen“, so Reil. Das Biomassekraftwerk erzeuge ein Synthesegas und das wolle man nutzen, dabei würden Rückstände aus der Papierindustrie verwendet. Das habe nichts mit einer Deponie zu tun.

2007 installiert

Die Anlange nahm 2007, damals unter den Energierversorgern BEWAG/BEGAS, am nördlichen Stadtrand von Oberwart ihren Probebetrieb auf. Ein Jahr später ging das Biomassekraftwerk, in dem Hackschnitzel verarbeitet und daraus Strom und Wärme gewonnen wurden, in den Regelbetrieb über. 2015 schloss die jetzige Energie Burgenland die Anlage aus defizitären Gründen. Reil leitete vor zwei Wochen die notwendigen behördlichen Schritte für einen neuerlichen Versuchsbetrieb ein.

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