Naturjuwel Zitzmannsdorfer Wiese

Die Zitzmannsdorfer Wiese im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel ist das älteste Naturschutzgebiet des Landes. Sie ist seit 1932 geschützt. Gezielte Pflege und ein kluges Wiesenmanagement haben dieses Naturjuwel bis heute erhalten.

Die Zitzmannsdorfer Wiese zwischen Podersdorf, Weiden und Neusiedl ist eine der fünf Bewahrungszonen des Nationalparks Neusiedler See-Seewinkel. Das streng geschützte Gebiet ist 650 Hektar groß. Es wird von einem Mitarbeiter des Nationalparks, Hans Lehner aus Gols, betreut.

Unglaubliche Artenvielfalt

„Auf der Zitzmannsdorfer Wiese ist eine unglaubliche Artenvielfalt vorhanden - von der Orchidee bis zur Grauaster. Und es gibt auch viele Vögel die hier brüten - wie die Wiesenweihe, die Sumpfohreule und auch den großen Brachvogel“, so Hans Lehner.

Zitzmannsdorfer Wiese im Winter

ORF

Mähen nach Vorschrift

Die Zitzmannsdorfer Wiese gehört 150 Landwirten. Sie haben sich vertraglich verpflichtet, die vorgegebenen Mähtermine und Mähvorschriften einzuhalten. Auch das wird vom Mitarbeiter des Nationalparks kontrolliert. Denn auf der Wiese lebt auch eine Schmetterlingsrarität - der Steppenfrostspanner.

„Er legt die Eier auf dem Wiesenknopf, einer Pflanze. Das passiert beim ersten Frost. Es kommen viele Touristen, die das sehen wollen. Und es werden auch Führungen gemacht - auch für Einheimische, damit sie sehen, was es hier bei uns gibt“, erklärt Hans Lehner.

Herbstzeitlose

APA/Ulrich Perrey

Sendungshinweis

„Radio Burgenland Vormittag“; 23.9.11

Herbstzeitlose und Wiesenknopf

Mitarbeiter des Nationalparks organisieren geführte Wanderungen, bei denen die Besucher die Schönheiten des Gebietes kennenlernen können. Derzeit blühen zum Beispiel die Herbstzeitlose, die Grauaster und der Wiesenknopf.

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