Das Bild der Roma in der Kunst

Am 8. April ist Internationaler Romatag. Die Roma nutzen den Tag, um die Öffentlichkeit auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Schon heute findet in Oberwart die Tagung „Die Darstellung der Roma in Museen und Ausstellungen“ statt.

Gar nicht so selten sieht man Ausstellungen und Galerien Gemälde von Menschen mit exotischem Aussehen, dunklem Teint und schwarzem Haar. Die Darstellung von Roma auf vielen Fotos oder Gemälden sei ein fest verankertes Klischee, sagte Tagungsorganisator Horst Horvath. Man wolle das echte Leben der Roma und Sinti aufzeigen, weg von den Klischees vom Teppichknüpfen, Kesselflicken oder Handlesen.

Fotografie eines Mannes mit einem Kind

OHO

Kritische Auseinandersetzung

In Museen und Ausstellungen wird seit einigen Jahren verstärkt versucht, ein anderes, realistisches Bild von Roma und Sinti zu vermitteln. Inwieweit das gelingt, wird bei der Tagung im Offenen Haus in Oberwart kritisch hinterfragt. 1993 wurden die Roma und Sinti in Österreich als Volksgruppe anerkannt - mehr dazu in Roma & Sinti: 20 Jahre Anerkennung. Seither habe sich sehr viel verändert, vor allem für die Roma im Burgenland, sagte Horst Horvath.

An der Tagung „Die Darstellung der Roma in Museen und Ausstellungen“ nehmen zum Beispiel Frank Reuter vom Dokumentations- und Kutlurzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg teil, der Vorsitzende der Volkshochschule der Burgenländischen Roma, Andreas Lehner oder die ungarische Kusnthistorikerin und Kulturaktivistin Timea Junghaus. Sie erlangte 2007 als Kuratorin des internationalen Roma-Pavillons „Paradise Lost“ bei der Biennale internationale Bekanntheit.

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