Gerhard Kisser: Ausstellung zum 70er

Man kennt Gerhard Kisser als Gründer des Freilichtmuseums Ensemble Gerersdorf. Dass er aber seit seiner Jugend auch zeichnet, war bisher eher nicht bekannt. Aus Anlass seines 70. Geburtstages zeigt eine Auswahl aus seinem Schaffen.

„Zeichnungen aus dem Burgenland und von anderswo“ - so nennt Gerhard Kisser seine Retrospektive. Anderswo, das ist zum Beispiel Stockholm 1962. Oder Porträts aus Alexandria Anfang der 1960er-Jahre. Der vielgereiste Grafiker zeigt seine unbekannten Seiten.

Zeichnung von Gerhard Kisser

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Zeichnungen von Gerhard Kisser

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Zeichnung von Gerhard Kisser

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Akademische Laufbahn geplant

Er sehe sich nicht mehr als Künstler, sagt Gerhard Kisser, und das, obwohl er ursprünglich eine künstlerische Laufbahn vorhatte. Dann aber sei ihm „in frühesten Jahren das Heiraten dazwischen gekommen“. Dann sei es mit der ursprünglich geplanten akademischen Laufbahn zu Ende gewesen.

Arbeit als Werbegrafiker

„Ich habe mich dann entschlossen habe, in die Werbung zu gehen, was ich überhaupt nicht bereue, weil ohne der Tätigkeit als Werbegrafiker hätte ich wahrscheinlich das Museum nie geschafft und das Zeichnen war dann für mich eine absolute Nebensache. Und ich sage, es ist immer noch so“, so Gerhard Kisser.

Gerhard Kisser

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Zeichnung von Gerhard Kisser

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Freilichtmuseum als Hauptsache

Eine Hauptsache in seinem Leben ist immer noch das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf, das er Mitte der 1970er-Jahre gegründet hat - und das er jetzt mit Unterstützung der Freunde des Freilichtmuseums - immer noch mit großer Hingabe führt.

„Mich fasziniert nach wie vor, wie sparsam die Menschen hier mit ihren Ressourcen umgehen, wie sie mit ganz wenigen Mitteln leben konnten. Die haben ganz genau gewusst, wie man bauen muss, wie man richtig thermisch diese Dinge isoliert“, so Kisser.

Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf

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Ausstellungsplakat

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Noch bis 13. November

Sendungshinweis

„Burgenland heute“; 6.10.2011

Kunstkenner Kisser hat insgesamt 200 Ausstellungen kuratiert - nicht nur für das Ensemble Gerersdorf, sondern auch für die Sammlung Peter Infeld. Seine eigenen Werke will er nur dieses eine Mal zeigen. Wer Gerhard Kissers wunderbare Nebensachen anschauen will, hat noch bis 13. November Zeit.