Festakt 100 Jahre Wirtschaftskammer
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Wirtschaft

100 Jahre Wirtschaftskammer Burgenland

Seit 100 Jahren gibt es im Burgenland mit der Wirtschaftskammer eine eigene Interessensvertretung für heimische Unternehmen. Dieses Jubiläum wurde am Dienstag im Festsaal der Wirtschaftskammer in Eisenstadt gefeiert.

Was 1923 als Beirat für Handel, Gewerbe und Industrie, dem Vorläufer der heutigen Wirtschaftskammer, in Wien gegründet wurde, gilt heute als größte Interessensvertretung für heimische Unternehmen, mit dem Ziel aus Visionen und Ideen erfolgreiche Projekte zu machen, sagte Wirtschaftskammer Präsident Andreas Wirth. Man könne nur die Hut ziehen vor den Unternehmerinnen und Unternehmern, was die in 100 Jahren geleistet haben. Wenn man sich die vergangen drei Jahre anschaue, habe es eine Interessensvertretung gegeben, die sehr viel gemacht habe, so Wirth. Trotz Coronaviruspandemie und Energiekrise habe man wenig bis gar keine Betriebe verloren, sogar einen Zuwachs verzeichnet.

Festakt 100 Jahre Wirtschaftskammer
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Festakt zu Jubiläum

„Das Gleiche trifft auch für die Arbeitsplätze zu. Wir haben mehr Arbeitsplätze geschaffen und weniger Arbeitslose gehabt. Das heißt, es muss doch gut funktioniert haben in den letzten drei Jahren. Und genau das nehme ich mir als Beispiel auch für die kommenden Jahre, dass wir hier stabile Rahmenbedingungen schaffen“, so Wirth. Die größte Herausforderung momentan seien die Richtlinien bei der Vergabe von Immobilienkrediten. Das sei eine große Hürde in der Bauwirtschaft.

Von EU-Betritt profitiert

Die burgenländische Wirtschaft habe sich in den vergangenen Jahrzehnten rasant entwickelt, vor allem seit dem EU-Beitritt Österreichs sowie durch den Betritt der osteuropäischen Länder, sagte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Harald Mahrer beim Festakt in Eisenstadt: „In der Zwischenzeit ist das Burgenland hochdynamisch – zeigt vor, wie’s geht, hat von dieser EU-Erweiterung sehr stark profitiert. Es ist ein dynamischer Wirtschaftsstandort, egal ob im Tourismus, im Gewerbe, in der Produktion, im Dienstleistungsbereich – da können inzwischen andere Bundesländer neidisch hinschauen.“

Fit für die Zukunft

Gerade im Zeitraum zwischen den Jahren 2000 und 2010 explodierte die burgenländische Wirtschaft förmlich, die Wachstumsrate lag in etwa doppelt so hoch als im Österreich-Schnitt. Auch wenn die vergangenen Jahre mit Pandemie, Materialknappheit, Teuerung und Energiekrise alles andere als einfach waren, blickt man dennoch positiv in die Zukunft. „Ich glaube, dass das Burgenland sehr, sehr gut aufgestellt ist. Wir sehen das ja auch an den Daten“, sagte Finanzminister Magnus Brunner (ÖVP). Der Wirtschaftsstandort Burgenland gehe in eine gute Zukunft.

Aktuell gibt es im Burgenland rund 24.000 Selbstständige, davon rund 40 Prozent Frauen. Der Großteil sind Ein-Personen-Unternehmen sowie Klein- und Mittelbetriebe.

Schneemann: Partner für das Land

Wirtschaftslandesrat Leonhard Schneemann (SPÖ) bezeichnete die Wirtschaftskammer als wichtigen Partner für das Land, wenn es darum gehe, den Standort zu stärken. Er unterstrich auch die konstruktive Zusammenarbeit.

ÖVP-Landesparteiobmann Christian Sagartz würdigte die unermüdliche Arbeit der Wirtschaftskammer. Die burgenländischen Unternehmerinnen und Unternehmer seien mitverantwortlich für den wirtschaftlichen Erfolg und den sozialen Aufstieg des Burgenlandes, so Sagartz.