Die Viechdokterei entstand aus der Zusammenlegung von zwei Tierarztpraxen zu einer großen Gemeinschaftspraxis. Sie bietet ein umfangreiches Leistungsangebot für die Betreuung von in erster Linie Hunden und Katzen, aber auch von anderen Kleintieren.
Reinelt: Zwei Wege für Tiermediziner
Auf die ständigen Weiterentwicklungen in der Tiermedizin könne man reagieren, indem man kleiner werde, sagte Bernhard Reinelt, einer der Tierärzte der Viechdokterei. Dann habe man eine Einzelpraxis, in der man nicht mehr sehr viele interessante Sachen machen könne. Der zweite Weg sei es, mit Partnern größer zu werden. Wenn man eine Narkose machen und operieren wolle, brauche man auch die entsprechende Ausrüstung wie ein Narkosegerät, eine Überwachung und 100.000 andere Sachen, die man vor 25 Jahren nicht einmal angeschaut habe.
Für ein großes Team von Veterinärmedizinern ist es leichter, vielfältige Behandlungsmöglichkeiten anzubieten. In der Viechdokterei gebe es zehn Allgemeinmediziner und zusätzlich sechs Konsiliare und decke etwa auch Internistik, Chirurgie, Radiologie und Anästhesistik ab, erklärte Tierärztin Sylvia Marth.
Wasserbecken für Physiotherapie
Die Tierbesitzerinnen und -besitzer kommen mit ihren kranken oder verletzten Tieren in erster Linie aus dem Raum Nordburgenland, Baden, Bruck an der Leitha und Wiener Neustadt in Niederösterreich. Neben der medizinischen Betreuung gibt es auch Wasserbecken für die Physiotherapie.

Hier werden Hunde nach Operationen therapiert oder ältere Hunde wieder fit gemacht, wenn sie Probleme mit den Gelenken haben. Im Wasser werde die Gewichtsbelastung reduziert und man könne die Gelenke in Bewegung halten und die Mobilität fördern, so Tierarzt Simon Reinelt. Ein weiterer Vorteil der Gemeinschaftpraxis: An jedem Tag im Jahr steht fast rund um die Uhr ein Tierarzt für Notfälle bereit.