Europäische Tag der jüdischen Kultur
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Kultur

„Erneuerung“ am Tag der jüdischen Kultur

Am Sonntag beteiligt sich das Burgenland zum neunten Mal an den „Europäischen Tagen der jüdischen Kultur“. Das Motto lautet heuer „Erneuerung“. Organisiert und koordiniert werden die Tage der jüdischen Kultur im Burgenland von der Burgenländischen Forschungsgesellschaft.

Seit 1999 findet der Aktionstag immer am ersten Sonntag im September statt, europaweit stellen mehr als 30 Länder jüdische Geschichte und Traditionen vor. Das Motto „Erneuerung“ kommt dem Aktionstag im Burgenland besonders entgegen, denn heuer wurden zwei frisch restaurierte ehemalige Synagogen in Kobersdorf und Stadtschlaining – mehr dazu in Synagoge Kobersdorf in neuem Glanz und Neuer Gedenkort jüdischen Lebens. Beide Orte sind in den Aktionstag eingebunden, in Kobersdorf etwa erfährt man über das Schicksal jüdischer Familien der Gemeinde.

Ausstellung in der Synagoge von Stadtschlaining
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Ausstellung in der Synagoge von Stadtschlaining

Vorträge über jüdisches Leben finden in Gattendorf und Frauenkirchen statt, geführte Rundgänge kann man in Mattersburg, Deutschkreutz, Oberwart, Rechnitz und Güssing erleben. Einblicke in private Bibliotheken zur Geschichte des Judentums in Lockenhaus und dem Burgenland werden in Hochstraß gewährt.

Im Schloss Eisenstadt findet zudem eine Kuratorenführung zur Ausstellung „Schewa Kehilot“ statt, die Schau ist den „Sieben Gemeinden“ gewidmet – mehr dazu in Esterhazy zeigt Schau über „Sieben-Gemeinden“. 1938 lebten im Burgenland um die 3.900 Menschen jüdischer Herkunft, zwei Drittel von ihnen konnte flüchten, mehr als 1200 Menschen wurden in der Shoa ermordet.