Waisenkinder
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Ukraine-Krieg

Waisenkinder in Burgauberg können wieder lachen

Vor zehn Tagen ist es dem Verein „Kleine Herzen“ in Zusammenarbeit mit einem ehemaligen Wiener Bankenmanger und dem Pflege- und Rehaunternehmen Senecura und dem Roten Kreuz gelungen, ein Waisenhaus südlich von Kiew zu evakuieren. 63 Kinder wohnen seither im aufgelassenen Golfhotel Gogers in Neudauberg.

Nach zehn Tagen trafen am Mittwoch im Gemeindezentrum Burgauberg-Neudauberg (Bez. Güssing) zum ersten Mal alle an der Evakuierung des ukrainischen Waisenhauses Beteiligten Institutionen zusammen. Pascal Vayer vom Verein „Kleine Herzen“ startete die Initiative und ist auch der Vormund der Waisenkinder. „Am ersten Tag war es total berührend, weil die Kinder total lethargisch waren. Heute sind sie ganz normale Kinder, die lachen“, so Vayer. Manche der Kinder leiden an schweren Behinderungen.

Alle halfen mit

Die Kinder sind im stillgelegten Golfhotel Goger in Burgauberg untergebracht. Es gehört der Senecura Gruppe. Geschäftsführer Anton Kellner berichtet, wie das Hotel in nur wenigen Tagen für die Ankunft der Kinder vorbereitet wurde: „Samstag, Sonntag war fantastisch, die Hilfsbereitschaft war fantastisch. Die Gemeindebürger waren sofort dafür, ich habe intern mit meinen Mitarbeiter kommuniziert, die die dienstfrei hatten, sind hergekommen.“

Waisenkinder gehen spazieren
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Die Waisenkinder haben sich in Burgauberg gut eingelebt

Gute Betreuung von Anfang an

Möglich machte das der ehemalige Bankenmanager und Initator mehrerer Charity-Projekte in der Ukraine Herbert Stepic. „Der Leiter aller Waisenhäuser in der Ukraine hat die Logistik bereitgestellt. Ab der polnischen Grenze waren schon die Österreicher da, Busse waren bestellt, das Rote Kreuz war bestellt, Ärzte waren bestellt – also sie sind sofort ab der Grenze ärztlich betreut worden“, sagt Stepic.

Wolfgang Eder, Bürgermeister von Burgauberg, klärte die Formalitäten mit dem ukrainischen Staat. „Ich habe dem ukrainischen Staat bestätigen müssen, dass das hier eine seriöse Unterkunft ist, dass wir die Kinder, wenn der Krieg vorbei ist, wieder zurückbringen“, so der Bürgermeister. Sechs Kinder mussten aufgrund schwerer Krankheiten in den Krankenhäusern Eisenstadt und Oberwart untergebracht werden.