Wasabi in Indoor-Farm
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Wirtschaft

Wasabi aus Indoor-Farm in Oberwart

Salat, Wasabi und anderes Gemüse können im großen Umfang auch mitten in der Stadt produziert werden – das zeigt das Start-up-Unternehmen PhytonIQ erfolgreich vor. Das junge Unternehmen betreibt in Oberwart eine Indoor-Farm.

Das junge Unternehmen PhytonIQ hat sich im Norden von Oberwart angesiedelt. Die Firmengründer kommen aus der Region. Gestartet wurde 2017 mit vier Mitarbeitern, mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 34 Personen. Der Schwerpunkt liege auf nachhaltiger Gemüseproduktion, sagte Firmengründer Martin Parapatits. Man produziere im Indoor-Bereich hydroponisch – dabei hängen die Wurzeln einer Pflanze in einer Nährlösung – und stelle den Pflanzen jederzeit optimale Klimabedingungen zur Verfügung.

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Wasabipflanzen im Wasser
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Wasabi in Indoor-Farm
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Wasabi in Indoor-Farm
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Wasabi
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Mitarbeiter ernten Wasabi
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Wasabi
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PhytonIQ-Mitarbeiter in Oberwart
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Kopfsalat in Indoor-Farm
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Kopfsalat in Indoor-Farm
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Kopfsalat in Indoor-Farm
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Kopfsalat in Indoor-Farm
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PhytonIQ-Gebäude in Oberwart
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Wasabi für Hotellerie und Gastronomie

Ein Schwerpunkt des Unternehmens liegt auf der Produktion von Wasabi. Jahrelange Forschung und eine ausgeklügelte Technologie waren dafür erforderlich, erklärte Parapatits. Man sei beim Wasabi in der Vollproduktion. Er stehe eineinhalb Jahre in der Produktion, bis er ausgewachsen sei. Wasabi gehört zu den teuersten Lebensmitteln der Welt, im Handel kostet das Kilo mehr als 600 Euro. Das Oberwarter Unternehmen setzt dabei auf zwei Absatzschienen. Man verkaufe ihn an die Hotellerie und Gastronomie und über einen Webshop auch an Endkunden, so Parapatis. Außerdem verarbeite man ihn zum Beispiel zu Wasabi-Bier, Wasabi-Gin und Wasabi-Pulver.

Kopfsalat in 30 Tagen erntefertig

Die neueste Errungenschaft von PhytonIQ ist Kopfsalat, der ebenfalls indoor produziert wird. Bei den diesen Salaten habe man keine äußeren Blätter, die weggeworfen werden müssen, sondern alles könne eigentlich auch ungewaschen gegessen werden, sagte der Firmengründer. Auch der Salat gehe an die Hotellerie und Gastronomie und vielleicht im nächsten Jahr an den Lebensmitteleinzelhandel.

Martin Parapatits
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Martin Parapatits

Der Salat in der Indoor-Anlage wächst schnell: Vom Samenkorn bis zum verkaufsfertigen Salat vergehen gerade einmal 30 Tage. PhytonIQ möchte keinesfalls der heimischen Landwirtschaft Konkurrenz machen, sondern vielmehr Gemüse-Importe ersetzen. Bis jetzt hat das Oberwarter Unternehmen rund 4,5 Millionen Euro in die Forschung und in den Produktionsaufbau investiert. Das Unternehmen verkauft auch sein Know-how und Container-Anlagen.