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Gesundheit

Blutspenden: Einfach trotz Pandemie

Monate im Lockdown haben auch in der Blutversorgung Spuren hinterlassen. Durch Homeoffice gab es unter anderem keine organisierten Blutspendeaktionen am Arbeitsplatz. Laut dem Sprecher des Roten Kreuzes-Burgenland, Manuel Komosny, sei das Blutspenden, auch in Zeiten der Pandemie mit Einhaltung der Maßnahmen, so einfach wie zuvor.

Noch gibt es genügend Blutkonserven. Doch schon jetzt ist es wichtig daran zu denken, auch künftig mit lebensrettenden Blutkonserven den Patientinnen und Patienten in den Spitälern helfen zu können. Nach Ende des Lockdowns 2020 haben um fast acht Prozent weniger Personen zum ersten Mal Blut gespendet und die Zahl der abgenommenen Vollblutspenden hat sich in Österreich um fast vier Prozent verringert. Auch die Anzahl der durchgeführten mobilen Blutspendeaktionen ist in Wien um fast 17 Prozent, in Niederösterreich und Burgenland um drei Prozent – und insgesamt in ganz Österreich um sechs Prozent gesunken.

Operationen werden nachgeholt

Zu Gast in „Burgenland heute“ war am Donnerstag Manuel Komosny vom Roten Kreuz Burgenland. Er erklärte, dass der Aufruf jetzt stärker sei, weil in der Urlaubszeit generell weniger Blut gespendet wird. „Gleichzeitig werden viele Operationen nachgeholt, die aufgrund der Pandemie verschoben worden sind. Das heißt, der Blutbedarf in den Spitälern ist jetzt höher“, erklärte Komosny.

Rotes-Kreuz-Sprecher über fehlende Blutspenden

Wie akut ist die Lage bei den benötigten Blutspenden? Inwiefern hat Corona das Spenden-Aufkommen beeinflusst? Antworten kommen von Manuel Komosny, Sprecher des Roten Kreuzes Burgenland.

Es gab weniger Blutspendeaktionen – im Burgenland habe man jedoch sogar ein leichtes Plus bei Erstspendern, aber österreichweit gebe es einen großen Bedarf – und um die Planbarkeit zu gewährleisten, gibt es jetzt diesen Aufruf, so Komosny. Informationen zu den Aktionen gibt es bei den örtlichen Bezirksstellen, auch diverse Gemeindezeitungen informieren Interessierte immer darüber und natürlich gibt es Infos auch im Internet.

Kurzer Zeitaufwand

„Prinzipiell ist das Blutspenden von der Pandemie nicht so betroffen, abgesehen von den 3-G-Regeln, Mund-Nasenschutz, Hände desinfizieren und Abstand halten. Es gibt natürlich auch andere Einschränkungen – das gesellige Beisammensein danach fällt weg. Prinzipiell ist es ein schneller Ablauf – Blutspenden dauert rund 30 Minuten“, so Komosny.

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Trotz CoV ist der Ablauf beim Blutspenden derselbe

Geimpfte und Genesene dürfen Blut spenden

Blut spenden dürfen Personen zwischen dem 18. und 70. Geburtstag, die gewisse gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllen. Wer gerade gegen Covid-19 geimpft wurde, braucht übrigens nicht auf die Blutspende zu verzichten – Geimpfte dürfen 48 Stunden danach Blut spenden, sofern es ihnen gut geht. Auch CoV-Genesene dürfen nach vier Wochen zum Blutspenden. Die Zulassung zur Blutspende erfolgt nach den geltenden Vorgaben bei der Blutspendeaktion vor Ort. Ein Mindestabstand zwischen zwei Vollblutspenden muss acht Wochen betragen.

Blutspendekampagne vorgestellt

Um gemeinsam zu helfen luden am Donnerstag der ORF, das Österreichische Rote Kreuz und die Österreichische Gesundheitskasse zu einer Pressekonferenz in die Blutspendezentrale des Österreichischen Roten Kreuzes, um die Kampagne „Blut spenden – Leben retten“ zu präsentieren. Die TV- und Radiospots der Blutspendeaktion werden ab Freitag auf allen Kanälen des ORF zu sehen und hören sein. „Der ORF sieht sich als langjähriger Partner der NGO’s und der Institutionen im Gesundheitsbereich und wir haben gerne mitgemacht“, so ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz.

Alle Termine und Infos zum Blutspenden sind auf der Internetseite des Roten Kreuzes und jener der Österreichischen Gesundheitskasse abrufbar.