Chronik

ÖGB und AK wollen „Familienarbeitszeit“

Jede zweite erwerbstätige Frau im Burgenland arbeite Teilzeit, während der Mann weiterhin Vollzeit arbeitet, um den Einkommensverlust für die Familie geringzuhalten, heißt es vom ÖGB. Die Nachteile für die Frauen: Weniger Einkommen und geringere Karrierechancen. Ein Familienarbeitszeitmodell soll Abhilfe schaffen.

Das Familienarbeitszeitmodell von ÖGB und Arbeiterkammer sieht vor, die Arbeitszeit beider Elternteile auf rund 80 Prozent zu reduzieren. Mann und Frau würden sich also gleichermaßen im Erwerbsleben engagieren und hätten gleichermaßen Zeit für die Familie. Der Einkommensverlust solle durch eine Förderung von 250 Euro monatlich pro Elternteil abgefedert werden.

Das Familienarbeitszeitmodell von ÖGB und Arbeiterkammer solle Frauen aus der Teilzeitfalle holen, so die ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Hannelore Binder. Im Burgenland arbeite fast die Hälfte aller berufstätigen Frauen Teilzeit, Tendenz steigend. Seit 2010 sei die Quote um acht Prozent gestiegen und liege mittlerweile 2,5 Prozent über dem Österreichschnitt, so Binder.