Der Neustart für die Süßwarenproduktion in Breitenbrunn scheint gelungen. Eineinhalb Jahre, nachdem bekannt wurde, dass Mars seine Waffelproduktion im Burgenland einstellen wird, laufen die Förderbänder wieder auf Hochtouren – mehr dazu in Ritter startet Produktion in Breitenbrunn. Damit wird die Schokolade des deutschen Familienunternehmens Alfred Ritter GmbH & Co. KG. erstmals nicht ausschließlich in Deutschland produziert. Das sei ein „historisches Ereignis“.

Große Nachfrage
Einerseits werden vom neuen Eigentümer, wieder die bekannten Waffelröllchen hergestellt, andererseits wird auch Ritter Sport Schokolade produziert. Neben der Sorte „Ritter Sport Rum Knusperstücke“ werden drei verschiedene vegane Schokoladen produziert, sagt Werksleiter Michael Bock. Die Nachfrage nach solchen Schokoladen sei groß, so Bock. Im Vorjahr gab es bei den veganen Sorten beim Absatz in Österreich ein Plus von rund 21 Prozent, in Deutschland sogar von 51 Prozent.
Weitere Pläne
Künftig sollen auch andere Schokolade-Sorten in Breitenbrunn hergestellt werden, um das Mutterwerk im schwäbischen Waldenbuch zu entlasten, heißt es von der Ritter GmbH. Aktuell sind bei Ritter in Breitenbrunn 60 Frauen und Männer beschäftigt, mittelfristig sollen es bis zu 80 werden. Gearbeitet wird im Drei-Schichtbetrieb an fünf Tagen pro Woche. Das Jahresziel sind rund 2.600 Tonnen „Amicelli“ und 3.500 Tonnen Schokolade.