Ein parkendes Polizeiauto
ORF.at/Zita Klimek
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Chronik

Kinder angesprochen und belästigt

Im Großraum Eisenstadt wird von Fällen berichtet, in denen Kinder und Jugendliche von Fremden angesprochen beziehungsweise sexuell belästigt wurden. Die Polizei bestätigt zwei Fälle und rät eindringlich dazu, bei jeder verdächtigen Wahrnehmung die Behörden zu informieren.

Gerüchte über Fremde, die Kinder auf der Straße belästigen, würden vor allem in den Sozialen Medien immer wieder aufpoppen, sagte Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann. Aber diesmal gehe es um bestätigte Fälle. In einem Fall wurde ein Kind vor einer Volksschule aus einem Auto heraus angesprochen, erst als der Fremde die Großmutter des Kindes in der Nähe bemerkte, fuhr er weiter. Im zweiten Fall – in einer anderen Ortschaft – wurde eine Jugendliche auf der Straße von einem Fremden in eine Ecke gedrängt, sie konnte sich befreien und davonlaufen.

Polizei nimmt Fälle ernst

Beide Fälle seien polizeibekannt, sagte Helmut Marban von der Landepolizeidirektion. Die Polizei reagiere auf diese Fälle immer unmittelbar und man habe auch in diesen Fällen alle Beamten und Streifen informiert und sensibilisiert. Man arbeite mit Hochdruck daran, diese Fälle aufzuklären. Beide seien noch im Ermittlungsstadium, man nehme das sehr ernst, so Marban.

Reumann: Mit Kindern über Schutzmaßnahmen reden

Für Eltern sei es wichtig, mit den Kindern zu besprechen, wie sie in so einem Fall reagieren sollen, sagte Reumann. Es solle nicht so sein, dass man alle verdächtige, aber Kinder sollten sich grundsätzlich nicht fremden Autos nähern, wenn sie angesprochen werden. Wenn den Kindern etwas seltsam erscheine oder sie Angst bekämen, sollten sie davongehen oder davonlaufen.

Klare Verhaltensregeln

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft hat klare Verhaltensregen für Kinder formuliert:

  • Ich spreche nicht allein mit fremden Menschen.
  • Ich schreie laut, wenn mir jemand zu Nahe kommt.
  • Ich gehe nicht mit Fremden mit.
  • Ich höre nicht auf Versprechen Fremder – es sind Lügen! (z.B. „Ich zeige dir meine Baby-Katze!“)
  • Ich nehme keine Geschenke von Fremden an. (z.B. „Ich schenke dir ein Zuckerl!“)
  • Ich erzähle es sofort einem Erwachsenen.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft steht für Beratungen und Hilfestellungen zur Verfügung: Psychologin Teresa Neuwirth ist unter der Telefonnummer 057600/2609 erreichbar, der Kinder- und Jugendanwalt Christian Reumann hat die Nummer 057600/2808.