Illustration zum Thema Impfung mit Spritze und Impfstoff
QuickHoney/ORF.at
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Coronavirus

Die wichtigsten Infos zur Impfung

Die Impfungen zum Schutz vor Covid-19 haben im Burgenland begonnen. Hier finden Sie einen permanent aktualisierten Überblick über den Zeitplan, die Anmeldemöglichkeiten, sowie die Orte, an denen Impfungen durchgeführt werden.

Grundsätzlich gibt es vier Impfphasen im Burgenland. Das hat das Land Burgenland am 20. Jänner 2021 mitgeteilt. Je nach Impfphase werden unterschiedliche Bevölkerungsgruppen geimpft.

Phase 1:

Die Phase eins läuft bereits seit Anfang Jänner. Folgende Gruppen bekommen in der dieser Phase eine Schutzimpfung gegen Covid-19:

  • Altenwohn- und Pflegeheime
  • Spitalspersonal, Gesundheitspersonal
  • Niedergelassene Ärzte und Ärztinnen, Praxispersonal
  • Hochrisikopatienten und -Patientinnen
  • Behinderteneinrichtungen
  • Rettungsdienste, Mobile Pflegedienste
  • Menschen über 80 Jahre, die zu Hause leben
  • 24-Stunden-Betreuerinnen und -Betreuer, Pflegeservice Burgenland.

Phase 2:

Wann die Phase 2 startet, hängt vor allem davon ab, wie viele Dosen Impfstoff der Bund ins Burgenland liefern kann. In der Phase wird das Land Burgenland in erster Linie folgenden Gruppen die Schutzimpfung anbieten:

  • Menschen über 70 Jahre
  • Anbieter körpernaher Gesundheitsdienstleistungen (u.a. Physiotherapie, Heilmasseure) und Apothekenpersonal
  • Nahe Angehörige von Schwangeren
  • Personal in Bildungseinrichtungen (Schulen, Kindergärten)
  • Menschen in Sozialeinrichtungen (Kinder- und Jugendhilfe, Sozialhäuser, Frauenhaus und andere)
  • Kritische Infrastruktur.

Phase 3:

Diese startet unmittelbar nach der Phase 2, also ebenso abhängig von der Impfstoff-Liefersituation, wobei in dieser Phase mehrere Personengruppen parallel geimpft werden können.

  • Menschen über 60 Jahre
  • Personal im Einzelhandel
  • Personen in körpernahen Tätigkeiten, die keine Gesundheitsdienstleistungen sind (u.a. Friseure und Friseurinnen, Fußpfleger und Fußpflegerinnen)
  • Personal in hygienisch sensiblen Unternehmen (u.a. fleischverarbeitende Betriebe)
  • Personal in Gastronomie und Tourismus
  • Kulturschaffende bei erhöhtem Infektionsrisiko (u.a. Schauspieler, Orchester, Chöre)
  • Spitzensportler und -spotlerinnen von Mannschaftssportarten
  • Studierende und Lehrende an Hochschulen.

Phase 4:

Alle weiteren Burgenländerinnen und Burgenländer im Alter über 16 Jahren können sich in der Phase 4 kostenlos und freiwillig gegen Covid-19 impfen lassen.

Vormerksystem seit 22. Jänner in Betrieb

Auch im Burgenland gibt es ein Vormerksystem für Impfungen – hier geht es zum Vormerksystem. Eine telefonische Vormerkung gibt es nicht. Wer keinen Internet-Zugang hat und niemanden kennt, der ihn anmelden könnte, kann sich auch an die Gemeinde wenden.

Das Vormerksystem ist über einen Button auf burgenland.at/coronavirus oder direkt hier Vormerksystem zu erreichen. Dann braucht man die Sozialversicherungsnummer und eine E-Mail-Adresse. Mittels Pin am Handy und einem Testmail werden die Daten bestätigt.

Risikopatienten melden sich ebenfalls über das Vormerksystem, die Bestätigung, dass es sich tatsächlich um einen solchen handelt, erfolgt über einen Arzt. Die Bestätigung durch den niedergelassenen Arzt ist seit Mittwoch, 27. Jänner, möglich. Im System lässt sich auch angeben, dass man rasch bei einer Station sein kann. Was die angegebene Berufsgruppe betrifft, hofft man auf Eigenverantwortung bzw. muss im System auch bestätigen, dass die Angaben korrekt sind.

Für die wirksame Bekämpfung des Coronavirus gilt die Impfung der älteren Bevölkerungsgruppen als entscheidend. Im Burgenland rechnet man grundsätzlich mit knapp 65.500 Menschen, die 65 Jahre alt oder älter sind. In die Gruppe der über 80-Jährigen fallen demnach rund 17.900 Personen.

Bisher sind die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZenca zugelassen. Laut Nationalem Impfgremium soll das Vakzin von AstraZeneca vorerst nur für Menschen unter 65 Jahren verabreicht werden.

Sieben Impfstraßen im Burgenland

Die ersten Impfungen fanden zum Beispiel direkt in Heimen und Spitalseinrichtungen statt. Seit dem 13. Februar, wird in den sieben burgenländischen Impf- und Testzentren geimpft. Dort werden in der Phase 1 über 80-jährige Hochrisikopatienten, niedergelassenen Ärzte, Zahnärzte und Ordinationspersonal geimpft sowie das Personal von Sonderkrankenanstalten, Rettungsdienst-Mitglieder, Apothekenbedienstete und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behinderteneinrichtungen.

Die Standorte:

  • Gols (Bezirk Neusiedl am See): Jetlhaus
  • Eisenstadt: Technologiezentrum (Eingang TechLab)
  • Müllendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung): Mehrzweckhalle
  • Mattersburg: Bauermühle
  • Neutal (Bezirk Oberpullendorf): Technologiezentrum
  • Oberwart: Informhalle
  • Heiligenkreuz im Lafnitztal (Bezirk Jennersdorf & Bezirk Güssing): Grenzlandhalle

Infohotlines

Das Gesundheitsministerium betreibt gemeinsam mit der AGES eine Infohotline zur CoV-Impfung. Unter 0800-555-621 kann man Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen. Auch das Land hat die Hotline 57 600 1035 eingerichtet, sowie die Landeshauptstadt Eisenstadt, bei der man unter 02682/705 154 Informationen bekommt.