Güssinger Mineralwasser
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Wirtschaft

Forderndes Jahr für Mineralwasserabfüller

Auch für die burgenländischen Mineralwasserabfüller ist das Jahr eine Herausforderung: Zunächst war die Nachfrage bedingt durch die Pandemie samt Lockdown kaum zu bewältigen, anschließend flachte die Absatzkurve aber merklich ab.

Das Jahr 2020 begann ruhig, wie in den Jahren zuvor mit den üblichen Umsätzen, sagte die Geschäftsführerin von Waldquelle Kobersdorf (Bezirk Oberpullendorf) Monika Fiala. Dann kam plötzlich der Lockdown und die Menschen deckten sich Mitte März überproportional mit Mineralwasser ein, so Fiala: „Wir waren eigentlich in der Nebensaison, wo wir Revisionen machen und Maschinen reinigen und reparieren, und von heute auf morgen ist auf Hochsaison umgestellt worden. Das hat uns und die Handelspartner sehr gefordert: Jedes Lkw-Unternehmen war ausgebucht.“ Nachgefragt wurde verstärkt Mineralwasser in Glasflaschen, bestätigte Fiala, denn es hält sich im Vergleich zu Plastikflaschen länger frisch.

Kaum Veranstaltungen, schwacher Sommer

Nach den Rekordumsätzen im März ging das Geschäft dann zurück. Denn im Vergleich zu den Vorjahren waren das Frühjahr und der Sommer heuer kühler, das ist aber nur ein Grund, sagte Fiala: „Da haben wir zwei große Einflussfaktoren heuer: Coronavirus, wo wir keine Festivals und großen Feierlichkeiten hatten, weniger Touristen, und auf der anderen Seite war voriges Jahr drei Wochen lang wirklich Hochsommer mit über 30 Grad, und heuer war es sehr durchwachsen.“ Ähnlich sei bisher auch das Geschäftsjahr bei Römerquelle in Edelstal (Bezirk Neusiedl am See) verlaufen. Zu Beginn der Coronaviruskrise wurde vom Einzelhandel besonders Mineralwasser im Großgebinde nachgefragt, dann aber flachte die Absatzkurve ab, hieß es von Römerquelle.