Ein ÖBB-Ticketautomat
APA/OEBB/MAREK KNOPP
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Politik

Dorner kritisiert VOR-Tariferhöhung

Landesrat Heinrich Dorner (SPÖ) hat am Mittwoch kritisiert, dass der Verkehrsverbund Ostregion (VOR) mitten in der Coronavirus-Krise die Tarife erhöht.

Gerade jetzt, wo viele Menschen jeden Cent zwei Mal umdrehen müssten, falle den ÖBB – die im Eigentum des Bundes stünden – nichts anderes ein, als die Tarife im Verkehrsbund Ostregion (VOR) Anfang Juli entsprechend dem Verbraucherpreisindex (VPI) um durchschnittlich 1,5 Prozent zu erhöhen, so Dorner. Aktuell sei man aufgrund der Coronavirus-Krise mit der größten Wirtschaftskrise seit 1945 konfrontiert. Ungefähr eine halbe Million Österreicher sei Ende Mai arbeitslos gewesen, über eine Million Landsleute seien in Kurzarbeit.

Der an den VPI gekoppelte Tarif-Automatismus sei grundsätzlich sinnvoll, jedoch seien die Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland mit der Forderung nach einer Verschiebung der Anpassung aufgrund der Coronavirus-Krise bei den ÖBB auf taube Ohren gestoßen. „Vor dem Hintergrund der den ÖBB von der öffentlichen Hand für die Ostregion bereitgestellten 500 Millionen Euro für 2020 empfinden wir die Tariferhöhung, die letztlich mit einer Million zu Buche schlägt, schlicht als Hohn und unverantwortlich“, betonte Dorner.