Wasserquelle in der Steiermark
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Wirtschaft

Kooperation der Trinkwasserverbände

In der Sicherung der Trinkwasserversorgung geht man in der südburgenländisch-oststeirischen Grenzregion neue Wege. Künftig wollen sich die beiden Regionen bei Wasserknappheit gegenseitig aushelfen – mit Gebirgswasser für das Burgenland, und mit Brunnenwasser für die Steiermark.

Konkret geht es um die Zusammenarbeit des Trinkwasserverbandes Südliches Burgenland mit der Wassergemeinschaft Pinggau-Pinkafeld. Pinkafeld wird schon seit rund 50 Jahren mit Quellwasser aus dem Gebiet des Niederwechsels versorgt. In Jahren, in denen es extrem wenig Niederschläge gibt, geht die Schüttung der Quellen allerdings um bis zu 60 Prozent zurück. Weil das auch heuer wieder der Fall ist, strebt man mit dem benachbarten Burgenland eine Kooperation an.

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Die Quellen des Niederwechsels liegen in 1600 Metern Seehöhe und liefern in der Regel mehr Wasser als benötigt wird

„In Jahren, wo viel Wasser ist, haben wir die Möglichkeit, dem Verband Südburgenland entsprechende Kontingente zuzugestehen. Das Burgenland bekommt von uns hochwertiges Quellwasser und wir – in Jahren, wo wir Wasser brauchen – hochwertiges Wasser aus dem Südburgenland“, so Leopold Bartsch, Obmann der Wassgemeinschaft Pinggau-Pinkafeld.

„Win-Win-Situation“ für beide Wasserverbände

Der Wasserverband Südliches Burgenland holt sein Wasser aus bis zu 300 Metern Tiefe. Umso sinnvoller sei hier diese Kooperation mit der Wassergemeinschaft Pinggau-Pinkafeld. „Wir haben dadurch den Vorteil, dass wir unsere tiefen Brunnen und Wasserreserven schonen können, wenn es am Wechsel genügend Wasser gibt. Es ist eine Win-Win-Situation“, so Franz Wachter, Obmann des Wasserverbandes Südliches Burgenland.

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Pinkafeld wird schon seit fast 50 Jahren mit Quellwasser aus dem Gebiet des Niederwechsels versorgt

Derzeit gibt es zwischen den beiden Wasserversorgern eine Art Verbindungsleitung und zwar mit der Stadt Pinkafeld, die an beide Verbände angeschlossen ist. „Wir werden derzeit schon vom Wasserverband Südliches Burgenland mit Wasser versorgt, wenn vom Wechsel zu wenig Wasser runterkommt. Das ist in ein-zwei Monaten während des Jahres. Damit ist eine Versorgungssicherheit gewährleistet“, so Bürgermeister Kurt Maczek von der SPÖ. Der Landesgrenzen überschreitende Trinkwassertausch soll spätestens in zwei Jahren auf Schiene sein.