Traktor auf einem Feld in einer Staubwolke
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Landwirtschaft

Trockenheit: Landwirte befürchten Ernteeinbußen

Der heurige Frühling dürfte einer der trockensten werden seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders die Land- und Forstwirtschaft bekommt die Trockenheit zu spüren. Viele Bauern fürchten um ihre Ernte und um das Grünfutter für die Tiere.

Auf den Äckern ist es derzeit staubtrocken. Die Landmaschinen wirbeln bei der Feldarbeit gewaltige Staubwolken auf. Der Boden ist komplett ausgetrocknet, seit Monaten hat es nicht mehr richtig geregnet. „Bei uns hat es das letzte Mal im November ordentlich geregnet, seit damals eigentlich fast nichts“, sagt der Biobauer Josef Jugovits aus Schachendorf (Bezirk Oberwart). Die Saat gehe zum Teil nicht auf. Wenn das so weitergehe, werde er die Äcker umbrechen müssen, so Jugovits.

Trockenen Wiese
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Trockenrasen statt saftigem Grün

Grünfutter wird knapp

Nicht nur den Ackerbauern auch den Rinderbauern macht die Trockenheit massiv zu schaffen. Die Lage sei katastrophal, sagt der Landwirt Alfred Tellian aus Rechnitz (Bezirk Oberwart). Das Gras auf den Grünlandäckern sollte saftig grün sein und 40 bis 50 Zentimeter hoch stehen. „Jetzt sieht man nur einen Trockenrasen. Die Bauern müssen Futter zukaufen. Ich weiß nicht, was heuer passieren wird, weil der Schnitt fällt zu 80 bis 100 Prozent aus zurzeit“, so Tellian.

Auch Wälder leiden

Angespannt ist die Lage auch im Wald. Vor allem die Fichtenbestände seien wegen der Trockenheit und wegen des Borkenkäfers extrem gefährdet, sagt der Forstberater der Landwirtschaftskammer, Herbert Gerencser. Hinzu kommt die hohe Waldbrandgefahr. Laut Gerencser sollte man derzeit nicht einmal ein Auto im Wald abstellen, weil bereits durch die Abwärme des Motors kann es zu einem Waldbrand kommen.