Evamaria Klietmann
Evamaria Klietmann
Evamaria Klietmann
Coronavirus

„Immer füreinander da“ in Kobersdorf

Die Juristin Evamaria Klietmann aus Kobersdorf pendelt für gewöhnlich täglich nach Eisenstadt zu ihrer Arbeit. Jetzt arbeitet sie von zu Hause aus und möchte mit dem Geld, das sie sich durchs Nicht-Pendlen erspart, kleine Unternehmen in ihrer Umgebung unterstützen.

Rund 40 Euro pro Woche erspart sich Evamaria Klietmann, weil sie nun Homeoffice macht und nicht täglich von Kobersdorf im Bezirk Oberpullendorf in die Arbeit nach Eisenstadt pendelt. Das Geld, das sie gewöhnlich für Benzin ausgibt, spendet sie. Sie verzichte damit auf gar nichts, wie sie betont: „Dieses Geld steht ja nicht für Konsumgüter oder Unternehmungen zur Verfügung, das heißt, wenn ich das jetzt verschenke, spüre ich das in meinem Lebensstil überhaupt nicht.“

Geld denen geben, die es am meisten brauchen

Der Lebensstil der 38-Jährigen hat sich durch die Corona-Maßnahmen verändert – auch nach Dienstschluss: Die Karate- und Reitstunden würden ihr schon ein wenig abgehen, sagt Klietmann. Viele Freizeitbetriebe mussten schließen. „Meine Überlegung ist, denen Geld zu geben, die am stärksten betroffen sind, also die wirklich komplett schließen mussten. Das sind hauptsächlich Dienstleistungsbetriebe in der Freizeitbranche, für die fallen 100 Prozent, die gesamten Einnahmen weg“, so die Kobersdorferin.

Sendungshinweis

„Guten Morgen Burgenland“ , 26.3.2020

Evamaria Klietmann will nicht nur Mut machen. Wenn viele Menschen ihre Idee umsetzen würden, dann sei das nicht nur eine schöne Geste, sondern richtige Hilfe. „Ich möchte, und ich denke das möchten viele, wenn die Coronavirus-Krise vorbei ist, dass die Unternehmer, die bisher für uns da waren, auch nachher da sein können und das geht nur, wenn sie jetzt überleben. Wenn andere mitmachen, dann kann da eine schöne Summe zusammenkommen.“

Es gibt kein Spendenkonto, sondern jede oder jeder wählt ein Lieblingsunternehmen und überweist das Geld. Und kann damit schnell und unbürokratisch helfen.