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Politik

SPÖ dominierte auch in den Gemeinden

Die SPÖ war bei der Landtagswahl auch in den Gemeinden die dominierende Kraft. Nur in zehn der 171 Gemeinden gab es ein Minus für die SPÖ. Die ÖVP machte in 64 Gemeinden Verluste. Die FPÖ gewann nur in drei Gemeinden im Vergleich zur Wahl 2015 dazu.

Die höchsten Zugewinne für die SPÖ gab es in in Kemeten mit 26 Prozentpunkten, in Neudorf mit 23 Prozentpunkten und in Grafenschachen mit 22,5 Prozentpunkten. Rote Hochburgen bleiben weiterhin Tschanigraben mit 86,2 Prozent, Grafenschachen mit 74,9 und Inzenhof mit 73,7 Prozent der Stimmen.

Bestes ÖVP-Ergebnis in Bildein

Die Volkspartei erreichte ihre besten Ergebnisse in Bildein mit 64,5 Prozent der Stimmen, Leithaprodersdorf mit 58,4 Prozent sowie in Edelstal mit 54,1 Prozent. Die größten Zuwächse stellten sich bei der Volkspartei in Großhöflein mit 12,6 Prozentpunkten, Hannersdorf mit 12,1 Prozentpunkten und in Bad Sauerbrunn mit 10,1 Prozentpunkten ein.

Bestes FPÖ-Ergebnis in Loipersbach

Die FPÖ schnitt in Loipersbach, der Heimatgemeinde von Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ), mit 28,4 Prozent am besten ab. In Jennersdorf erreichten die Freiheitlichen 18,3 Prozent, in Deutsch Schützen-Eisenberg 18,1 Prozent. Den größten blauen Zugewinn gab es mit 1,2 Prozentpunkten in Bildein. Das größte Minus setzte es in Kemeten mit 18,4 Prozentpunkten.

Stärkstes Plus der Grünen in Neuberg

Die Grünen erreichten ihre verhältnismäßig besten Resultate in Eisenstadt mit 13,8 Prozent, Neusiedl am See mit 13,5 Prozent und in Bad Sauerbrunn mit 12,5 Prozent. Das stärkste Plus gab es für die Partei mit 4,6 Prozentpunkten in Neuberg im Burgenland.

Bestes NEOS-Ergebnis in Pinkafeld

Für NEOS war der Zuspruch mit 5,7 Prozent in Pinkafeld, der Heimatgemeinde von Spitzenkandidat Eduard Posch, verhältnismäßig am größten. Gegenüber der Landtagswahl 2015 legten die Pinken in 43 Gemeinden zu, am stärksten fiel das Plus mit 2,4 Prozentpunkten in Stegersbach aus.

LBL trotz Minus in Deutschkreutz am erfolgreichsten

Das Bündnis Liste Burgenland (LBL) fuhr in Deutschkreutz mit 26,3 Prozent das beste Ergebnis ein – obwohl in der Heimatgemeinde von Spitzenkandidat Manfred Kölly 14 Prozentpunkte verloren gingen. Gleichsam symptomatisch für den Niedergang des Bündnisses in der Wählergunst ist das Abschneiden in Deutschkreutz mit minus 14 Prozentpunkten, in Großhöflein mit minus 19,1 Prozentpunkten und in Bad Sauerbrunn mit minus 27,5 Prozentpunkten. Die Gemeinden hatten bei früheren Urnengängen mit ihren Resultaten einen wesentlichen Beitrag zum Gesamtergebnis geleistet.