Chronik

AK-Konsumentenschutz warnt vor Internet-Fallen

Im Internet lauern viele Fallen – warnen die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Burgenland. Im vergangenen Jahre hatte die Hälfte aller Anfragen an die Konsumentenschutzabteilung mit dem Internet zu tun, heißt es von der AK.

6.113 Beratungen führten die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Burgenland 2019 durch. Im Durchschnitt also mehr als 16 Beratungen pro Tag. Der Großteil der Fälle hatte Bezug zum Internet, zog AK-Präsident Gerhard Michalitsch am Donnerstag bei einem Pressegespräch Bilanz. Die Bandbreite reiche von Trickbetrügern, über überteuerte Dienstleistungen bis hin zu Problemen mit Abos bei Streaminganbietern und Fragen zu Verträgen mit Handy-Netzbetreibern.

„Gesunde Portion Misstrauen“

Das Internet erleichtere es Kriminellen und unseriösen Anbietern nicht nur, rasch an eine große Anzahl von potenziellen Opfern zu kommen, es sei bei entsprechender Organisation auch möglich, sich erfolgreich den Strafverfolgungsbehörden zu entziehen, so die AK. Computer und Server, die für Online-Kriminalität genutzt werden, würden sich weltweit finden.

AK-Präsident Gerhard Michalitsch und  Christian Koisser, AK-Konsumentenschutz
ORF
AK-Präsident Gerhard Michalitsch und Konsumentenschützer Christian Koisser warnen vor den Online-Fallen

"Im Moment ist daher das sinnvollste Gegenmittel gegen solche Machenschaften eine gesunde Portion Misstrauen“, so AK-Konsumentenschützer Christian Koisser. In Zusammenarbeit mit der Plattform Saferinternet führte die AK 2019 Workshops durch, die den Teilnehmern helfen, die Gefahren im Internet zu minimieren. Insgesamt besuchten fast 5.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diese Workshops. Das Angebot werde wegen der großen Nachfrage 2020 fortgeführt und sogar ausgebaut.