Arbeitssuchender wartet im AMS
ORF.at/Birgit Hajek
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Wirtschaft

Zahl der Arbeitslosen sinkt erneut

Die Zahl der Menschen, die keine Jobs haben, sinkt im November erneut. Aktuell sind 336.000 arbeitslos gemeldet oder in Schulung – um 2,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Auch im Burgenland gibt es im November weniger Arbeitslose als 2018.

Im Burgenland wurden heuer im November 7.929 Arbeitslose verzeichnet, dazu kommen 1.827 Personen in Schulungen des Arbeitsmarktservice (AMS). Nach einem Anstieg im Oktober – mehr dazu in Erstmals seit 2016 mehr Arbeitslose – sank die Arbeitslosigkeit im November im Burgenland um 1,4 Prozent oder um 112 Personen im Vergleich zum Vorjahr.

1.000 Beschäftigte mehr als im Vorjahr

Im österreichweiten Vergleich lag das Burgenland damit laut Arbeitsmarktservice im Mittelfeld. Bei den Beschäftigten gab es ein Plus von 1.000 Personen oder 0,9 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten wurde auf 106.000 geschätzt – Tendenz steigend. Die Arbeitslosenquote betrug geschätzt sieben Prozent. Während es bei den männlichen Arbeitslosen mit einem Minus von vier Prozent deutlich weniger gab, ist die Zahl der arbeitslosen Frauen mit Plus 1,3 Prozent leicht angestiegen.

Zwei Jugendliche lassen sich in der Außenstelle des Arbeitsmarktservice AMS Burgenland in Oberwart beraten
ORF
Die Zahl der Lehrstellensuchenden ist gestiegen, während die Anzahl der offenen Lehrstellen um acht Prozent gesunken ist

Die Zahl der inländischen Arbeitslosen ging mit Minus 2,3 Prozent zurück. Bei den Ausländern gab es einen Zuwachs von 3,2 Prozent. Nach Berufen gesehen gab es die meisten Arbeitslosen bei den Hilfsberufen (1.290), im Bürobereich (1.210), im Handel (964) und im Fremdenverkehr (769). Das größte Stellenangebot verzeichnete beispielsweise der Metall-Elektro-Sektor. Dort gab es im November 165 offene Stellen. Generell betrug die Zahl der offenen Stellen 940, ein Plus von 1,8 Prozent. Die Zahl der Lehrstellensuchenden lag bei 175 und ist gestiegen, und zwar um insgesamt 25 Personen. Es gab 80 offene Lehrstellen, ein Minus von 8 Prozent.

Wieder große regionale Unterschiede

Bei der Entwicklung der Arbeitslosigkeit gab es neuerlich große regionale Unterschiede. Die meisten Regionen wiesen Rückgänge auf, Oberpullendorf verzeichnete aber ein leichtes Plus von 0,6 Prozent. Die „Sorgenregion“ bleibt weiterhin Jennersdorf, mit einem Plus von 18,3 Prozent. Die Gründe: Neben der Reduktion der Personen in Schulungen, dem Auslaufen der Aktion 20.000 für Langzeitarbeitslose, sei die Region auch vom Arbeitsplatz-Abbau bei großen Arbeitgebern im Burgenland und in der Steiermark betroffen, hieß es seitens des AMS.

Illedits: „Nach Trendumkehr wieder auf Kurs“

Nach einer leichten Trendumkehr im Vormonat sei man nun wieder auf Kurs, sagte der zuständige Landesrat Christian Illedits (SPÖ). Der Rückgang der Gesamtarbeitslosigkeit sei erfreulich, besonders freue man sich aber über einen Rückgang von sechs Prozent bei der Jugendarbeitslosigkeit, so Illedits. Weniger erfreulich sei hingegen die Entwicklung bei den über 50-Jährigen, wo es einen leichten Anstieg gebe. Hier seien bereits Gespräche mit dem AMS im Laufen, sagte Illedits. Im kommenden Jahr wolle man die Investitionsquote im Budget auf 23,7 Prozent leicht anheben.

ÖVP fordert Maßnahmen für Bezirk Jennersdorf

Es brauche „endlich wirksame Maßnahmen“ für den Bezirk Jennersdorf, um die Arbeitslosigkeit einzudämmen, so ÖVP-Arbeitnehmersprecher Bernhard Hirczy. Es reiche nicht, das Auslaufen von Schulungsmaßnahmen als Ursache heranzuziehen, so Hirczy. Man müsse vielmehr „die Gesamtsituation“ beurteilen.