Gemeinderätin Andrea Gottweis, Bürgermeister Kurt Maczek, Wohnbau-Dorner, Zauber-Lohmeyer, Schütter, Alfred Kollar, Obmann der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) und Vizebürgermeister Franz Rechberger.
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Politik

Leistbares Wohnen: Burgenland ist Positivbeispiel

Wohnen muss bezahlbar sein – das fordert die europäische Bürgerinitiative „Housing for All“. Sie stellte in Pinkafeld ihre Anliegen und Forderungen vor. Es gebe in Europa zu wenig leistbaren Wohnraum. Das Burgenland sei diesbezüglich ein positives Gegenbeispiel.

Wohnen sei ein Menschenrecht und keine Ware, so die europäische Bürgerinitiative „Housing for All“. In Pinkafeld gebe es ein gutes Angebot aus günstigen Start-, Senioren- und Familienwohnungen, so Bürgermeister Kurt Maczek, Wohnbausprecher der SPÖ. Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft OSG bietet Wohnungen mit einer Nettomiete von 4,28 Euro pro Quadratmeter an, ergänzte Geschäftsführer Alfred Kollar.

In vielen Ländern ist leistbarer Wohnraum Mangelware

Der soziale Wohnbau im Burgenland sei europaweit eine positive Ausnahme, so Karin Zauner-Lohmeyer von der Bürgerinitiative „Housing for All“. In vielen Ländern sei leistbarer Wohnraum Mangelware, auch weil mit Immobilien spekuliert werde: „Investoren nutzen das. Die kaufen ganze Stadtteile auf und schauen, dass sie dann maximalen Gewinn herausholen. Die Menschen bleiben in vielen Städten Europas auf der Strecke. Wir fordern bessere EU-Gesetze für mehr bezahlbares, öffentliches und soziales Wohnen in Europa.“

Förderansuchen um fast 100 Prozent gestiegen

Die Bürgerinitiative fordert unter anderem die Bereitstellung von günstigen Finanzmitteln für leistbares Wohnen und einen leichten Zugang zu gefördertem Wohnbau. Im Burgenland wurde im Vorjahr die Wohnbauförderung reformiert, es wurden unter anderem die Einkommensobergrenzen angehoben. Die Bevölkerung wurde darüber auch umfassend informiert, sagte der zuständige Landesrat, Heinrich Dorner (SPÖ): „Man sieht auch in den letzten Wochen, nach diesen Informationsveranstaltungen, dass die Förderansuchen um fast 100 Prozent gestiegen sind. Wir können jetzt mit Fug und Recht behaupten, dass diese Informationsoffensive positiv war.“

Wenn es der Bürgerinitiative „Housing for All“ gelingt, europaweit mindestens eine Million Unterschriften zu sammeln, wird sich das Europaparlament mit den Anliegen befassen.