Malaberspinat - Der delikate Inder

In unseren Hochbeeten auf der Wiese vor dem ORF Burgenland-Funkhaus wachsen viele heimische Gemüsesorten, aber wir ernten immer wieder auch ein paar Exoten. Diesmal servieren wir einen delikaten Inder: den Malaberspinat.

Dekorativ, originell, delikat, wärmebedürftig und gesund sind die wichtigsten Charaktereigenschaften des Malaberspinats. Die aus Indien stammende Kletterpflanze fühlt sich auch im pannonischen Klima wohl und wächst sowohl im Garten- als auch im Hochbeet und in Töpfen bestens. Für den Anbau ist ein sonniger und windgeschützter Platz, mit einem humosen Boden ohne Staunässe empfehlenswert. Malabarspinat freut sich über ein Rankgerüst.

Seine rosafarbenen Blüten, entwickeln sich zu dekorativen, violetten Früchten. Diese können getrocknet und für die nächste Aussaat verwendet werden. Winterhart ist die Pflanze leider nicht. In der westlichen Küche gilt der Malaberspinat noch als Geheimtipp, dabei lässt er sich in der Küche ganz wunderbar zu exotisch angehauchten Speisen verarbeiten. Obendrein ist sehr gesund und versorgt den Körper mit einer Vielzahl an wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen.

Uschi Zezelitsch zu Malaberspinat

Feste, glänzende Blätter

Er hat feste, kräftig grün glänzende Blätter, von denen die jungen Blätter und Triebe seit jeher in der indischen und asiatischen Küche Verwendung finden. Aber auch als Arznei- und Heilpflanze wird sie dort hoch geschätzt. Im alten China wurde der dunkelrote Saft seiner Früchte auch als Tinte und Lebensmittelfarbe genutzt. In Asien wird der Saft der Blätter gerne zum Andicken von Soßen und Suppen genommen. Die violetten Blüten, die von Juni bis August erscheinen dienen als Färbemittel für Pudding oder Gebäck.

Als Konservierungsmethode eignet sich das Einfrieren. Um die schöne Farbe zu erhalten, sollte er vorher kurz blanchiert werden. Malabarspinat ist meiner Meinung nach ein kulinarisches Highlight für Sommersalate. Ich empfehle ihn roh zu essen oder ihn in Wok-Gerichten nur kurz anzuschwitzen. Sein zart-süßes Aroma erinnert an jungen Mais oder Zuckererbsen.

Malaberspinat

ORF

Salat mit Malaberspinat und Glasnudeln

„Shiva-Salat“ mit Malaberspinat und Glasnudeln

Die Glasnudeln in einer Schüssel mit kochendem Wasser übergießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen, bis sie weich sind. Abtropfen lassen und nach Belieben mit der Küchenschere zerkleinern. Roten, gewaschenen und geputzten Paprika in Streifen schneiden, Gurken in mundgerechte Stücke schneiden, rote Zwiebel schälen und ebenfalls in Streifen schneiden. Chilischoten entkernen und in feine Ringe schneiden und mit etwas Ingwer, Honig, Limettensaft und zwei Esslöffel Sojasauce in einem Mörser verrühren. Malabersalatblätter abzupfen, die Glasnudeln und die Sauce unterheben und nach Wunsch mit gehacktem Koriander und Erdnüssen bestreut servieren.

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(Sendungshinweis: „Radio Burgenland Vormittag“, 10.7.2018)