Schüler feiern 100 Jahre Republik

Der Landesschulrat und die PH Burgenland haben zum Jubiläum „100 Jahre Republik Österreich“ ein Projekt initiiert, um Schülern Geschichte näherzubringen. Den Abschluss bildete ein Festakt im ORF Landesstudio Burgenland.

Mehr als 15.000 Schülerinnen und Schüler nahmen an dem Projekt teil und setzten sich mit den Grundwerten der Demokratie auseinander. Start war vor einem Jahr und in dieser Zeit wurden von den Jugendlichen 500 verschiedene Projekte entwickelt. An allen burgenländischen Schulen fand am Freitag dazu ein Aktionstag statt.

Festakt im ORF Landesstudio

Den Start dazu bildete ein Festakt im ORF Landesstudio in Eisenstadt mit Reden von Bundespräsident a.D. Heinz Fischer und Landeshauptmann Hans Niessl. Der Festakt wurde sogar live übertragen. Danach ging es weiter im Bundesschulzentrum in Eisenstadt, wo bei einem weiteren Festakt einzelne Projekt der Schülerinnen und Schüler vorgestellt wurden.

Festakt 100 Jahre Republik

ORF/Barbara Marchhart

Festakt im ORF Landesstudio in Eisenstadt

Historische und aktuelle Entwicklungen

Bildungsdirektor Heinz Josef Zitz ist mit den Ergebnissen zufrieden: „Ich war gestern am Abend schon bei einer großen Veranstaltung in einer Schule und man sieht, wie sich Schüler mit Demokratie, mit Demokratieverständnis, auch mit der Entwicklung unserer Republik auseinandersetzen.“

Bei den Projekten geht es aber nicht nur um geschichtliche Entwicklungen, sondern auch um heutige, aktuelle Probleme und Herausforderungen für die Gesellschaft, wie zum Beispiel „Fake News“, also falsche Nachrichten, die aus einem bestimmten Interesse absichtlich verbreitet werden. "Das ist eine sehr gefährliche Entwicklung, die wir auch sehr ernsthaft im Schulwesen schon seit Jahren angehen, dass wir im Bereich von Mobbing, „Fake News" - all das, was in den sozialen Medien passiert - die Schüler dementsprechend schulen.“

Die Schülerinnen und Schüler werden auch mit Inhalten versehen, sodass sie auch darauf reagieren können und sich bewusst sind, dass nicht alles, was sie im Internet lesen, auch richtig sein muss, dass sie reflektieren und diese Inhalte auch kritisch betrachten, so Zitz.

Heinz Fischer erinnert sich

Einer, der die Geschichte Österreichs so gut kennt, wie kaum ein anderer, ist der ehemalige Bundespräsident Heinz Fischer. Er koordiniert als Regierungsbeauftragter die Gedenkveranstaltungen im Jubiläumsjahr „100 Jahre Republik“. Das führte ihn auch mehrmals ins Burgenland - zu dem er eine ganz besondere Beziehung hat, wie er im Interview mit Walter Schneeberger verriet.

Altbundespräsident Heinz Fischer im Interview

Heinz Fischer hat selbst vor Kriegsende im Burgenland gelebt. Mit Chefredakteur Walter Schneeberger spricht er über seine Erinnerungen.

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