Stromautarkes „Haus der Energiezukunft“

Die Energie Burgenland hat das „Haus der Energiezukunft“ präsentiert. In Eisenstadt wurde eine Wohnhausanlage gebaut, die etwa über eine Photovoltaikanlage zur Stromselbstversorgung, effiziente Wärmeversorgung und E-Ladestation verfügt.

Eine Gesetzesänderung im Vorjahr ebnete dem Pilotprojekt den Weg. Photovoltaikanlagen können jetzt nämlich gemeinschaftlich genutzt werden. Das „Haus der Energiezukunft“ sei ein Paradebeispiel dafür wie sich Wohnen in den kommenden Jahren verändern werde, der Konsument werde zum Stromproduzenten grüner Energie, sagte Energie-Burgenland-Vorstandsvorsitzender Michael Gerbavsits über das gemeinsame Projekt mit den Wohnbaugenossenschaften Neue Eisenstädter (NEBAU) und Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG).

Haus der Energiezukunft in Eisenstadt

ORF

„Haus der Energiezukunft“ in Eisenstadt

Strom Für Heizung, Warmwasser und E-Ladestation

Die Wohnungsanlage der NEBAU am Eisenstädter Winzerweg umfasst 36 Wohnungen, die OSG errichtet in Steinbrunn acht Wohnungen. Die gemeinschaftlichen Photovoltaikanlagen sollen vorerst den Bedarf für Heizung, Warmwasser und die E-Ladestellen decken und auf lange Sicht den gesamten Tagesbedarf der Mieter. Insgesamt soll das Konzept eine Kostenreduktion für die Bewohner bringen.

Haus der Energiezukunft in Eisenstadt

ORF

Anlage in Eisenstadt

OSG: Baukosten steigen um sechs Prozent

Die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft beschäftigt sich seit zehn Jahren mit dem Thema umweltfreundliches Wohnen. Die Baukosten erhöhten sich dadurch etwas, das nehme man aber in Kauf, sagte OSG-Obmann Alfred Kollar. Man habe mit Baukosten, die knapp unter 1.900 Euro gelegen seien kalkuliert und habe eine Kostensteigerung von etwa sechs Prozent in Kauf genommen. Letztendlich gebe es bei einer 80-Quadratmeter-Wohnung eine Kostensteigerung von 21 Euro.

Man erzeuge den Strom für das Haus, für die Heizung und Warmwasseraufbereitung selbst, sagte NEBAU-Obmann Anton Mittelmeier. Das werde aber sicher nur der erste Schritt sein, man arbeite schon an der stromautarken Wohnhausanlage. Die Wohnungen in Eisenstadt und Steinbrunn können spätestens mit Jahresende bezogen werden.