Neckenmarkter Kirchturm in neuem Glanz

Die Kirche von Neckenmarkt ist im 17. Jahrhundert erbaut worden. Jetzt wird sie seit mehreren Monaten renoviert. Dabei ist auch die Turmkugel mit dem Kreuz und dem darauf sitzenden Wetter-Hahn erneuert und vergoldet worden.

Der Pfingstsonntag war für die römisch-katholische Pfarrgemeinde in Neckenmarkt (Bezirk Oberpullendorf) ein besonderer Tag. Nach mehreren Monaten Renovierungsarbeiten wurde das frisch vergoldete Kirchturmkreuz feierlich wieder an seinen ursprünglichen Platz zurückgesetzt. Es sei eine große Freude, dass das Wetter doch noch mitgespielt habe und man das Kreuz feierlich aufziehen habe können, so Pfarrer Franz Brei.

Urkunde gibt Aufschluss über Kirchengeschichte

Begonnen haben die Feierlichkeiten am Pfingstsonntag zunächst in der Kirche mit einem Gottesdienst. Dabei wurde auch der Inhalt einer Urkunde verlesen, die sich direkt in der Turmkugel befand, auf der das Kreuz steht. So eine Urkunde sei für lange Zeit oben in der Höhe, sagte Bernhard Weinhäusl aus Neckenmarkt. Das habe auch einen Sinn, denn wenn man bei der nächsten Renovierung die Urkunde wieder finden würde, würden wichtige Daten in Erinnerung gerufen, die mit der Geschichte der Gemeinde zusammenhängen würden, so Weinhäusl. Unter anderem werden darin zum Beispiel wichtige Förderer der Kirche und andere kirchengeschichtliche Daten erwähnt.

Während des Gottesdienstes wurde das Kreuz gesegnet und danach auf den Platz vor die Kirche gebracht, um es dann in einer feierlichen Zeremonie wieder auf den Kirchturm zu setzen. Miteingebunden wurden auch die Neckenmarkter Fahnenschwinger sowie der Blasmusikverein, denn eine Pfarre könne nur funktionieren, so Pfarrer Franz Brei, wenn alle an einem Seil ziehen würden, so wie man das Kreuz an einem Seil wieder auf den Turm hinaufgezogen habe. Nur dann könne es gelingen, so Brei.

Letzten Arbeiten sollen Ende Juni abgeschlossen sein

Schon bald sollen die letzten Arbeiten an der Kirche in Neckenmarkt abgeschlossen sein. Die endgültige Fertigstellung aller Arbeiten ist für Ende Juni geplant. Einer der ersten Höhepunkte war nun schon die Anbringung des renovierten Kreuzes. Es sei nicht nur der höchste Punkt der Kirche sondern auch das größte Gebäude in der Ortschaft, sagte Architekt Anton Mayerhofer. Ganz wesentlich sei aber auch der Sockel, das Fundament. Das müsse in einer Gemeinde gut sein, sowohl in baulicher aber auch in christlicher Sicht, so Mayerhofer.

Auf die feierliche Segnung des frisch vergoldeten Kreuzes wartet im kommenden Jahr das nächste große Kirchenfest: Zum 200-jährigen Geburtstag des Kreuzes wird Bischof Ägidius Zsivkovits die Pfarrgemeinde besuchen.