Suche nach Vermisstem im Stausee Rechnitz

Am Sonntag ist es im Burgenland zu drei Badeunfällen gekommen. Am Neufelder See und in Kaisersdorf konnten Badegäste reanimiert werden - im Badesee in Rechnitz ist ein Mann beim Schwimmen untergegangen. Feuerwehrtaucher hatten einen Großeinsatz.

Gegen 20.00 Uhr bemerkten Kinder beim Badestausee in Rechnitz, dass ein älterer Mann beim Schwimmen offenbar Probleme hat. Wenig später ging er vor ihren Augen unter, sagte Polizeisprecher Helmut Greiner. Die Kinder hätten daraufhin mit ihrem Vater eine Polizeistreife alarmiert und geschildert, dass sie beobachtet hätten, wie der Mann händeringend untergegangen sei.

„Die Polizei hat die Rettungsmaßnahmen eingeleitet und alle Einsatzkräfte - von Feuerwehr bis Tauchstaffel- verständigt. Der ganze See wurde von den Tauchern abgesucht. Leider ist bis Montagfrüh keine Person gefunden worden. Eine Befragung der noch anwesenden Gäste beim Stausee und auch die Suche im Umfeld des Sees nach Kleidung oder Fahrzeug ist ergebnislos geblieben“, so Greiner.

„Das Problem ist die Dunkelheit in der Nacht. Auch die Sicht im Stausee ist sehr schlecht, weil das Wasser sehr trüb ist. Die Taucher sind in der Nacht zwecks Orientierung an der Leine zu führen, was natürlich schwieriger ist, als am Tag“, so Thomas Bochdalofsky vom Tauchdienst. Die Suche mit Feuerwehrbooten und 19 Mann der Taucherstaffel des Landesfeuerwehrkommandos Burgenland dauerte bis 1.00 Uhr.

Der Zwischenfall passierte in der Nähe einer Insel, der See ist dort vier bis fünf Meter tief. Insgesamt ist der Rechnitzer Stausee 300 Meter lang und bis zu 150 Meter breit.

Günter Tangl, Vize Bgm Rechnitz
ORF/Krenn
Der Rechnitzer Vizebürgermeister Günter Tangl (SPÖ) beim Badesee Rechnitz
Stausee Rechnitz, Badesee
ORF/Krenn
Der Rechnitzer Stausee am Montagvormittag

Badesee Rechnitz teilweise gesperrt

Der Einsatz soll am Montagnachmittag mit Hilfe eines Sonarbootes fortgesetzt werden, so Greiner. Laut dem Rechnitzer Vizebürgermeister Günter Tangl (SPÖ) liegt derzeit bei der Polizei keine Vermisstenanzeige vor.

Am Montag gibt es am Stausee Rechnitz nur einen eingeschränkten Badebetrieb. Das Buffet sei offen, Eintritt wird keiner verlangt, sagte Tangl. „Es besteht die Möglichkeit sich im hinteren Bereich des Sees abzukühlen. Der vordere Bereich wird vorläufig abgesperrt bis das Sonarboot kommt“, sagte Tangl. Die Suche mit dem Sonarboot soll Klarheit bringen, ob tatsächlich jemand ertrunken ist, oder ob es ein Fehlalarm war.

Stausee Rechnitz, Badesee
ORF/Krenn
Der Rechnitzer Stausee

Rettungseinsätze am Neufelder See und Kaisersdorf

Auch am Neufelder See kam es Sonntagnachmittag zu einem Badeunfall gekommen. Dabei verlor ein 19-jähriger Wiener gegen 15.00 Uhr während dem Schwimmen das Bewusstsein. Freunde alarmierten die Wasserrettung, die den 19-Jährigen nach rund zehn Minuten aus etwa vier Metern Tiefe bargen. Wenig später gelang auch die Reanimation. Einsatzkräfte der Wasserrettung, des Roten Kreuzes Ebenfurth-Landegg, sowie des Arbeitersamariterbundes Hornstein waren vor Ort. Der junge Mann musste mit dem Notarzthubschrauber ins Wiener AKH geflogen werden.

Bereits am Sonntagvormittag musste ein Mann im Erlebnisbad Kaisersdorf aus dem Wasser gerettet und reanimiert werden. Auch er wurde in ein Krankenhaus geflogen.

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