Ein Fest für Julia Dujmovits

Burgenlands erste Goldmedaillengewinnerin bei Olympischen Winterspielen, Snowboarderin Julia Dujmovits, ist Dienstagabend mit tosendem Applaus in Güssing willkommen geheißen worden. Die 26-Jährige ließ sich auf dem Hauptplatz, wo das Land zur Party geladen hatte, feiern.

Marschklänge der Stadtkapelle Güssing, Bravo-Rufe und Applaus: Unter dieser Geräuschkulisse traf die Olympiasiegerin in einem weißen Cabrio auf dem Güssinger Hauptplatz ein. Zahlreiche Fotografen, Kameraleute und Journalisten waren ebenso wie rund 2.000 Anhänger und Vertreter aus der Politik sowie aus dem Sport nach Güssing gekommen, um ihre Sport-Heldin zu feiern. Neben Glückwünschen hagelte es für die Burgenländerin auch Geschenke. In Güssing wird außerdem ein Weg nach ihr benannt: Der Julia-Dujmovits-Weg wird entlang der Strem führen. Die Siedlung in Sulz, wo sie wohnt heißt von nun an Goldberg.

Dank an alle

„Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich es geschafft habe“, sagte Julia Dujmovits bei ihrem großen Fest. Dass ihr in Sotschi etwas Besonderes gelungen ist, habe sie erst so richtig realisiert, als sie die Tränen in den Augen ihrer Familie gesehen hatte. Dujmovits nutzte die Gelegenheit, um sich einmal mehr zu bedanken. Das sei zwar nicht bei jedem einzelnen möglich, „aber ich weiß es echt voll zu schätzen und ja, ein riesen Dankeschön an euch alle. Es ist echt unglaublich“, sagte die Snowborderin.

Fest für Julia Dujmovits
ORF

Großes Ehrenzeichen des Landes

„Vor ein paar Jahren hätte niemand gedacht, dass es einmal eine Olympiasiegerin aus dem Burgenland geben wird“, sagte Landeshauptmann Hans Niessl. „Julia Dujmovits ist etwas Großes gelungen.“ Für ihre Leistung wurde die Olympiasiegerin in Güssing mit dem Großen Ehrenzeichen des Landes Burgenland ausgezeichnet. Dujmovits wird seit Jahren durch die Sportförderung des Landes unterstützt und diese Unterstützung werde es weiterhin geben, versicherte Niessl.

Langer Weg zu Gold

Bis zur Goldmedaille bei Olympischen Spielen war es für Julia Dujmovits ein langer und oft auch harter Weg. Sie hatte immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, die sie in ihrer Karriere zurückwarfen.

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Ein Erlebnis prägte das Leben der Südburgenländerin besonders: Die Brandkatastrophe von Kaprun, bei der sie ihre Freunde verlor. Und bei ihrem Sieg in Sotschi waren die Gedanken bei ihren Freunden von damals, wie sie mehrmals betonte. Am Samstag soll in Dujmovits’ Gemeinde noch einmal eine Party steigen, verriet ihre Mutter. Für sie sei der nicht enden wollende Trubel „schon noch immer Freude“, erklärte Silvia Dujmovits.

Alles in der TVthek zum Nachsehen

ORF Burgenland hat das Fest für Julia Dujmovits live aus Güssing übertragen, das Ganze gibt es zum Nachsehen in der TVthek.

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