Generationenwechsel in Wimpassing

In Wimpassing an der Leitha (Bezirk Eisenstadt-Umgebung) - an der Grenze zu Niederösterreich - steht ein Generationenwechsel an. Die Chancen stehen gut, dass Wimpassing seine erste Bürgermeisterin bekommt.

1986 hat Bürgermeister Josef Wolowiec das Amt übernommen, seither hat sich viel getan in Wimpassing. Die Zahl der Einwohner hat sich beispielsweise fast verdoppelt. Rund 1.500 Menschen leben mittlerweile in der Gemeinde. Und viele von ihnen engagieren sich in einem der sechzehn Vereine - von der Chorgemeinschaft über den Biker Club bis hin zur gut gehenden Gemeindebücherei, die vor kurzem ihr 35-Jahr-Jubiläum gefeiert hat.

Die Ausgangslage:

Die ÖVP ist seit Jahrzehnten die Nummer eins in Wimpassing. Auch in seiner fünften Amtsperiode wurde Bürgermeister Josef Wolowiec eindrucksvoll im Amt bestätigt: 85 Prozent der Wahlberechtigten stimmten neuerlich für den Langzeitbürgermeister.

Auch im Gemeinderat verteidigte die ÖVP mit zehn Mandataren die absolute Mehrheit. Die SPÖ stellte sechs Gemeinderäte, die FPÖ drei.

Ergebnisse Wimpassing 2012

Landeswahlbehörde

Ergebnis der Gemeinderatswahl 2012

Der Wahlkampf:

Einen Generationenwechsel gibt es sowohl in der ÖVP als auch in der SPÖ. Beide Parteien setzen auch neue Gesichter und Quereinsteiger.

Pöschl - ÖVP - Gemeindereport Wimpassing 2017

ÖVP

Marion Pöschl (ÖVP)

ÖVP-Kandidatin Marion Pöschl möchte die Chance ergreifen und erste Bürgermeisterin in Wimpassing an der Leitha werden. Die 46-jährige ist über den Tourismus zur Lokalpolitik gekommen. Ein wichtiges Projekt für sie ist ein Verkehrssystem vor der Schule - für die Sicherheit der Kinder. „Wir haben eine Kindergartengruppe zu erweitern und wir planen einen Generationenpark, wo sich wirklich Jung und Alt trifft, wo man sich einfach wohlfühlt“, so Pöschl.

Edelmann - SPÖ - Gemeindereport Wimpassing 2017

SPÖ

Ernst Edelmann (SPÖ)

Auch SPÖ-Spitzenkandidat Ernst Edelmann ist ein Politik Quereinsteiger. Der gebürtige Steirer lebt mit seiner Familie seit vier Jahren in Wimpassing und er möchte im Ort mitgestalten. Primär möchte er einen Spielplatz in Kombination mit einer Begegnungszone von Jung und Alt errichten. „Die nächsten großen Projekt werden die vierte Kindergartengruppe und das Sicherheitskonzept vor der neuen Schule sein“, so Edelmann.

Ackerbauer - FPÖ - Gemeindereport Wimpassing 2017

FPÖ

Hans Ackerbauer (FPÖ)

Im Vergleich zu den beiden anderen hat FPÖ-Bürgermeisteranwärter Hans Ackerbauer schon Wahlkampferfahrung. Er stellt sich heuer zum zweiten Mal der Wahl und will Verantwortung übernehmen. Kritisch sieht er die Schulden der Gemeinde. „Die Budgetkonsolidierung, eine Schuldbremse und die Tilgung der Schulden sind für mich sehr wichtig. Ebenso die soziale Gerechtigkeit. Ich möchte für alle Wimpassinger Bürger arbeiten“, so Ackerbauer.

Neben ÖVP, SPÖ und FPÖ gibt es keine weiteren wahlwerbenden Parteien.

(Sendungshinweis: „Radio Burgenland Aktuell“, 23.9.2017)

Link: