Südburgenland: Weinidylle Csaterberg

Der Csaterberg ist ein idyllisches Plätzchen im Südburgenland, das viel zu bieten hat: Steine aus Holz, die sich über Millionen von Jahren gebildet haben, urige Kellerstöckel und gemütliche Wanderwege.

Der Csaterberg kann wohl nur im Burgenland als Berg durchgehen: Denn der höchste Punkt liegt gerade einmal bei 365 Meter. Dafür kann dieser Berg mit einer geologischen Besonderheit aufwarten, die europaweit einzigartig ist.

Die Besitzer der Weingärten am Csaterberg dürfen sich mit Fug und Recht steinreich nennen, denn das kleinste Weinbaugebiet Österreichs mit 40 Hektar hat einen ganz außergewöhnlichen Untergrund: Die Weinstöcke wachsen auf Süßwasseropalen.

Steinerne Relikte aus der Vergangenheit

Dieser Stein hat zwar keinen großen Wert, ist aber unter Sammlern durchaus begehrt. Er ist ein Überbleibsel aus einer Zeit, als am Csaterberg noch Urwälder wuchsen- das Gestein wird auf zehn Millionen Jahre geschätzt.

Opal vom Csarterberg

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Versteinertes Holz

Beim Csaterberg liege auf dem Grundsockel des Gesteins eine Opaldecke auf, so Hobbygeologe Stefan Raimann. Auf einer Fläche von einem Quadratkilometer seien in den Weingärten überall Opale zu finden. Diese geologische Konstellation - eine Opaldecke mit einem Weingartengebiet - sei wirklich einzigartig und ein Traum für jeden Wissenschafter. Einige der einzigartigen Funde sind im Csaterberger Steinmuseum zu sehen. Auf die Besucher können dort versteinerte Hölzer und Süßwasseropale in vielen Schattierungen sehen.

Impressionen vom Csaterberg

270 Kellerstöckl und ein schiefes Marterl

Die idyllischen Hänge des Csaterbergs haben aber noch andere Schätze zu bieten - und diese wurden von Menschenhand geschaffen: 270 Kellerstöckl. Viele sind mehr als hundert Jahre alt, gut erhalten und liebevoll gepflegt.

Schiefes Marterl vom Csarterberg

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Schiefes Marterl

Auf Wanderwegen lässt sich der Csaterberg gemütlich erkunden. Ein Literatur-Spazierweg mit 31 Stationen führt auch zu einem kleinen Wahrzeichen der Gegend: Das schiefe Marterl gibt Rätsel auf. Böse Zungen behaupten, die Arbeiter hätten beim Bauen etwas zu tief ins Glas geschaut. Ein wenig erinnert das Marterl doch an den schiefen Turm von Pisa. Einen Ausflug auf den Csaterberg lässt man am besten in einem urigen Buschenschank ausklingen. Die Weinidylle Csaterberg ist ein verstecktes Kleinod im Bezirk Oberwart, ein Platz zum Entspannen, zum Genießen und Wohlfühlen.

(Sendungshinweis: „Burgenland heute“, 25.9.2017)

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