Mirod-Quelle: Hoffen auf Heilung

Die Mirod-Heilquelle gleich hinter der Staatsgrenze bei Luising im ungarischen Kemestarodfa kennen nur wenige. Einst zugeschüttet, wurde sie nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder freigelegt. Heute ist sie beliebtes Ziel von Wallfahrern.

Die kleine Gemeinde Kemestarodfa zählt gerade einmal 230 Einwohner. Das ungarische Dorf liegt etwa einen Kilometer südlich von Luising (Bezirk Güssing). Bekannt ist Kemestarodfa in Ungarn vor allem als Wallfahrtsort - wegen Mirod-Quelle. Sie gilt in Ungarn als Heilquelle, aber auch immer mehr Burgenländer holen sich das angeblich heilsame Wasser.

Heilquelle in Ungarn

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230 Menschen wohnen in Kemestarodfa

Heilquelle in Ungarn

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Gut bei Magenbeschwerden

„Es ist ein rechtsdrehendes Wasser, es ist angenehm zu trinken. Die alten Leute haben immer gesagt, das ist der ‚Krebsbrunnen‘. Bei Schüttelfrost soll es eine spezielle Wirkung haben. Und angeblich soll es auch eine Linderung für Krebskranke sein“, erzählt Gerhard Laky, Ortschronist von Moschendorf.

„Das Wasser ist geschmacklich sehr gut. Wir nehmen es zum Kaffeekochen. Auch, wenn man Magenbeschwerden hat ist es angenehm, kommt mir vor“, erzählt Josef Recker aus Moschendorf.

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Quelle wurde zugeschüttet

Die Quelle wurde 1248 erstmals urkundlich erwähnt. Während der Zeit des Kommunismus war die Quelle, die nur 20 Meter hinter der österreichischen Staatsgrenze liegt, nicht zugänglich. Sie sei am 22. Oktober 1968 von den Kommunisten zugeschüttet worden, erklärt Gerhard Laky.

Sendungshinweis:

„Burgenland heute“, 1.11.2012

„Es war hier der Eiserne Vorhang, ein Minengürtel. Und es war absolut verboten, das Gebiet zu betreten, daher wurde die Quelle zugeschüttet. Eine Kapelle, die hier gestanden ist, wurde geschleift. Über den Strembach war eine Hängebrücke, die auch abmontiert wurde. Und somit war der Zugang zur Quelle nicht mehr gegeben“, so Laky.

Heilquelle in Ungarn

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1990 wieder ausgegraben

Erst 1990 - nach dem Fall des Eisernen Vorhangs - erinnerte man sich im Dorf wieder an die Heilquelle. „Jozsef Mafi, seine Eltern waren Holzarbeiter im Wald, konnte sich noch an die Quelle erinnern. Sie wurde dann gemeinsam mit einigen Menschen aus der Ortschaft wieder ausgegraben“, sagt Laky.

Pilgerstätte im Wald

Seither hat sich die kleine Quelle im Wald zu einer Pilgerstätte entwickelt. Ein Gedenkstein erinnert an einen berühmten ungarischen Schauspieler aus dem Dorf. Und ein Bildstock wurde einem ermordeten Priester aus der Region gewidmet.