„Schatzkiste“: Salzstangerl
Salzstangerl werden aus Germteig gemacht. Es ist nicht einfach, den Teig besonders flockig hinzubekommen. Anna Csebits bäckt nach Gefühl, ohne Waage und ohne Rezept. „Ich backe ‚überhaps‘, nach Gefühl. Ich habe das von meiner Mutter gelernt und wir haben es immer so gemacht“, erzählt Anna Csebits.

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Wichtig: Wärme
Wichtig bei einem Germteig: er braucht es warm. Zuerst wärmt man etwas Milch, gibt eine Prise Zucker und etwas Mehl dazu. Dann lässt man das sogenannte „Dampfl“ an einem warmen Platz rasten, bis sich das Volumen verdoppelt hat. Anna Csebits verrät eine Geheimzutat, mit der der Germteig besonders locker wird: „Wir strecken die Milch mit Buttermilch, dann wird der Teig besonders fluffig.“ Dann vermengt man alle Zutaten und lässt den Teig wieder rasten. Für das Salzstangerl-Backen braucht man also auch viel Geduld.

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Anna Csebits formt Salzstangerl
Kümmel und Salz
Dann geht es ans Formen der kleinen Stangerl. Da hat jeder so seine Vorlieben. Auch was den Belag der Salzstangerl betrifft. Aber auf echte burgenländische Salzstangerl kommen Kümmel und Salz. „Das waren früher die gängigen Gewürze in einer burgenländischen Küche, man hatte kaum etwas anderes“, sagt Anna Csebits.

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Nach einer halben Stunde im Ofen sind die Salzstangerl dann fertig. Anna Csebits bäckt nicht für jeden: „Nur für gute Freunde, die meine Salzstangerl zu schätzen wissen.“
Sendungshinweis: „Burgenland Heute“, 5.9.2012
Zu allen Anlässen
Burgenländische Salzstangerl können wirklich nicht oft genug auf den Tisch kommen. „Früher waren die Salzstangerl Lückenbüßer, wenn das Brot hart geworden ist. Heutzutage sind sie schon fast eine Delikatesse, zum Wein dazu. Wenn wir auf den Weinberg gehen und eine Kellerpartie machen, greifen die Leute schon lieber zu den pikanten Sachen“, so Anna Csebits.

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Publiziert am 05.09.2012

