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DI | 09.02.2010
Fundstück (Bild: ORF)
LANDESMUSEUM
Historische Awarenfunde verschwunden
Im Landesmuseum in Eisenstadt sind historische Ausgrabungsstücke verschwunden. Die Funde aus den Awarengräbern in Sigleß wurden für eine Ausstellung an das Museum verliehen. Nun ist ein Teil von ihnen unauffindbar.
Für "Die Bernsteinstraße" verliehen
Im Museum sind historische Ausgrabungsstücke gut aufgehoben - sollte man glauben. In Sigleß sind derzeit viele wohl anderer Meinung: Fundstücke aus den Awarengräbern in Sigleß wurden für die Ausstellung "Die Bernsteinstraße" an das Landesmuseum verliehen, aber nur einen Teil davon bekamen die Sigleßer bis jetzt zurück.

Der Rest sei im Moment nicht auffindbar, hieß es aus dem Landesmuseum.
Schmuck aus Awarengräbern in Sigless. (Bild: ORF)
Die Grabbeigaben aus der Awarenzeit waren jahrhundertelang in einem Hügelgrab bei Sigleß verborgen. Jetzt harren sie vermutlich in irgendeiner Kiste in den Tiefen des Eisenstädter Landesmuseums ihrer Wiederentdeckung. Ein Teil der Grabbeigaben wurde bei der Schau auch gezeigt und bereits wieder ordnungsgemäß zurückgegeben.
Musuemsdirektor spricht von Kleinfunden
Von einigen Objekten, die für die Ausstellung gar nicht verwendet wurden, fehlt allerdings jede Spur. Der Direktor des Landesmuseums, Josef Tiefenbach, sprach von Kleinfunden mit einer Versicherungssumme im Wert von 2.000 Euro.
"Sind einzigartige Stücke"
Die Leiterin der Ausgrabungen in Sigleß, Dorothea Talaa, sieht das anders. "Es sind Schmuckgegenstände. Die sind natürlich klein. Der Wert ist insofern hoch, als es einzigartige Stücke sind", so Talaa.
Stücke werden bereits ein halbes Jahr lang gesucht. Die Angelegenheit ist zum Versicherungsfall geworden.
Suche bisher erfolglos
Allem archäologischen Spürsinn zum Trotz sind die Mitarbeiter des Landesmuseums bisher bei ihrer Suche nach den vermissten Grabbeigaben erfolglos geblieben.

Es sei nicht einfach, die vermissten Objekte unter Kisten mit Tausenden Stücken zu finden, erklärte Tiefenbach. Man suche jetzt bereits ein halbes Jahr, und die Angelegenheit sei jetzt ein Versicherungsfall.
"Man fragt sich, wie das möglich ist."
Kritik an Ausstellungswesen
Sie habe nicht das Gefühl, dass die Suche besonders intensiv betrieben werde, kritisierte dagegen Talaa. Die Archäologin sieht durch den Fall das ganze Ausstellungswesen infrage gestellt.

"Wenn man Gegenstände an ein Landesmusuem verleiht, das ja mit allen Sicherheitsausrüstungen versehen ist, und diese Gegenstände dann verschwinden, fragt man sich, wie das möglich ist und ob man dann überhaupt noch Gegenstände verleihen kann - an wen auch immer", so Talaa.
Hoffen auf Auftauchen
Talaa hofft, dass die verschollenen Grabbeigaben doch noch auftauchen. Immerhin seien sie ein wichtiger Teil der burgenländischen Geschichte.
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Ihre Meinung zu diesem Thema
na ich hoffe nur, dass...
kritik, vor 164 Tagen, 15 Stunden, 24 Minuten
...die stücke nicht einer privatsammlung anheim gefallen sind...
molekühl, vor 164 Tagen, 16 Stunden, 35 Minuten
Museen sind sowieso Endlagerstätten für lebensuntaugliche Geisteswissenschafter. Da braucht man sich eh über nichts mehr zu wundern...
untutoredyouth, vor 164 Tagen, 14 Stunden, 54 Minuten
bitte das gilt zwar ganz sicher für den unsäglichen alibi-betrieb in eisenstadt, keineswegs aber für museen im allgemeinen!
Bildungsniveau hat in Österreich
steirabua, vor 164 Tagen, 17 Stunden, 8 Minuten
keineswegs abgenommen. Bildung verteilt sich heute bloß breiter.

Da bleibt für Verantwortungsträger halt weniger übrig!

Nein, wir sind keine Bannanenrepublick, bei uns wachsen keinen Banannen. Dafür brauchen wir uns nicht zu schämen!

Wenn die Altparteien überlegen die Bundespräsitentenwahl abzuschaffen ist das nur konsequent. Geeignete persönlichkeiten stehen ja immer weniger zur Verfügung - nicht weil sie sich nicht zur Verfügung stellen würden, sie sind einfach nicht mehr da.

Androsch - sicherlich - könnte Bundespräsident werden - er wäre ein toller Gegenkanditat zu einen sozialdemokratischen Kanditaten.

Dass er aus familieren Gründen - er hatte in der Familie Schärf eingeheiratet - von den Sozis nicht recht weggekommen ist stellt kein Hinderniss dar.

Als Mahner vor Lohnanpassungen bei steigendem preisdruck hat er wieder eimal nachdrücklich alles gesagt.
verschwundene Ausgrabungsstücke hier
facteur, vor 164 Tagen, 19 Stunden, 57 Minuten
verschwundene Millionen dort

lauter verantwortungsbewusste Charismatiker an der richtigen Stelle
So, so!
alsosowas, vor 164 Tagen, 21 Stunden, 40 Minuten
Wie man hört ist der Vorfall nur der äußerliche Ausdruck von dem inneren Chaos das hinter den Kulissen des Landesmuseums momentan herrscht.
Dabei wäre es so einfach
jupiterxx, vor 164 Tagen, 10 Stunden, 54 Minuten
Alkoholverbot im Museum - und schon sind alle verschwundenen Stücke wieder aufgefunden, denn Alkoholverbot ist weit schlimmer als jede Kündigung.
Echt toll.....
frogtsmich, vor 165 Tagen, 45 Minuten
wenn der verantwortliche Museumsdirektor in diesem Fall die Angelegenheit einfach nur mit einer fiktiven Versicherungssumme abqualifiziert! Auch wenn die Dinge noch so klein sein mögen, hat er wohl noch nie etwas von den ideellen und kulturellen Werten und der Erhaltung der Schätze unserer regionalen und menschlichen Entwicklungsgeschichte gehört! Sitzt hier vielleicht jemand am falschen Platz?
ich möcht es mal so ausdrücken:
zlozale, vor 165 Tagen, 3 Stunden, 49 Minuten
wenn ich all das hätte, was an funden durch archäologische faulheit, wurschtigkeit und inkompetenz (über die schäden durch mangelndes geld und personal und zeit hinaus) in den letzten 40 jahren in enns allein verloren gegangen ist, dann würd ich dort ein museum aufmachen und das derzeitige dortige (übrigens tolle!)römermuseum als kleine filiale führen.
...die Archäologin...
rasmuachl, vor 165 Tagen, 4 Stunden, 26 Minuten
... wird im LM oder der Abt. 7 sicherlich keinen Job finden, nachdem sie die HOHEN HERRN dort kritisiert hat...
old Fuchs, host mi ?
zlozale, vor 165 Tagen, 3 Stunden, 54 Minuten
das ist auch sonst in der archäologie das problem: es gibt durchaus an einer zusammenarbeit mit archäologieamateuren interessierte archäologen (ganz einfach weil die wissen und sehen, dass der nutzen bei vernunft auf beiden seiten den schaden zigfach überwiegt) - aber die losung (durchaus auch in waidmännischen wortsinn) der oberen archäologen ist eben eine andre, und wer was werden will in der archäologie, hat sich dem wider alle vernunft zu beugen.
Man sollte
jupiterxx, vor 164 Tagen, 10 Stunden, 52 Minuten
der Dame ein Grabung im Museum gestatten.
Archiv-Leiter-In sind dafür verantwortlich!
agu4xs5, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 36 Minuten
Haarsträubend-nachlässige Verwahrung! Solche historischen Funde sind mit Geld nicht zu bezahlen! Hier gehört unter den verantwortlichen Personal einmal ordentlich durchgegriffen. Ein Skandal!
awarenfund in christenhand
gummiende, vor 165 Tagen, 6 Stunden, 12 Minuten
ich könnt mir schon vorstellen, wer da die beweise verschwinden lässt, dass da doch andere zuerst da waren.
die
habedere, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 21 Minuten
Kirche?
christenhand ?
isdasoarg, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 19 Minuten
eher schon diebeshand!
zlozale, vor 165 Tagen, 5 Stunden, 13 Minuten
erkläre nicht mit bösem willen, was auch mit inkompetenz zu erklären ist!
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