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SO | 21.03.2010
Tomaten (Bild: ORF)
KULINARIK
Erster "Tag der Paradeiser"
Paradeiser sind das Lieblingsgemüse des Österreichers. Die größten Anbauflächen befinden sich im Burgenland. Heuer wird den Sommerfrüchten am Samstag erstmals im Rahmen des "Tages der Paradeiser" gehuldigt.
Tiroler kaufen am häufigsten
Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei rund 26 Kilogramm Paradeiser verspeisen die Österreicher pro Jahr und Kopf. Im Hochsommer hat der Paradeiser Hochsaison.

Im Burgenland gibt es die größten Anbauflächen, am häufigsten kaufen die Tiroler Tomaten. Dies geht aus einer Agrarmarktanalyse der AMA Marketing hervor.
Paradeiser. (Bild: ORF)
14.800 Tonnen aus dem Burgenland
2008 wurden in Österreich auf 185 Hektar rund 42.000 Tonnen Paradeiser geerntet. Mit Abstand den größten Anteil daran hat das Burgenland mit einer Ertragsfläche von 72 Hektar, auf denen rund 14.800 Tonnen geerntet werden. Auf Platz zwei folgt Wien mit 47 Hektar Anbaufläche und dann die Steiermark mit 38 Hektar.
Die Preise liegen im Lebensmitteleinzelhandel exakt wieder dort, wo sie vor zwei Jahren waren.
Beliebtestes Gemüse der Österreicher
Die Nachfrage nach Paradeisern hat sich von Jahr zu Jahr gesteigert und ist heute fast doppelt so hoch wie vor zehn Jahren.

Zwischen Mai und August, werden mit Abstand die meisten Tomaten verkauft.

Die Preise haben sich nach einem Rückgang im Vorjahr wieder etwas erholt und liegen im Lebensmitteleinzelhandel mit durchschnittlich 2,64 Euro pro Kilogramm nun exakt wieder dort, wo sie vor zwei Jahren waren.
Sie lieben die Wärme
Weiters ist der Paradeiser ein regelrechter Sonnenanbeter. Das betrifft die Reifezeit am Stock genauso wie die Lagerung.

Ein über 13 Grad Celsius warmer Ort lässt ihn nachreifen und sein volles Aroma entwickeln. Dabei sollen Paradeiser gesondert gelagert werden, denn sie geben Ethylen ab, das zum Alterungsprozess anderer Obst- und Gemüsesorten beiträgt.

Erhitzte Tomatenprodukte helfen dem Körper dabei, das wertvolle Lykopin besser aufzunehmen. Also auch da zeigt sich die Vorliebe der Paradeiser für Wärme.
Gebürtiger Südamerikaner
Ursprünglich kommt die Pflanze aus Peru und Ecuador und wurde dann in Mexiko erstmals kultiviert. Die Azteken nannten ihn "Tomatl". In Europa bekam er anfangs den Namen Liebes-, Gold- oder Paradiesapfel.

Die Österreicher machten dann den Paradeiser daraus, der bis in das 19. Jahrhundert hinein verdächtigt wurde, nach dem Verzehr einen regelrechten "Liebeswahn" auszulösen.

Heute gibt es hunderte Tomaten-Sorten in fast allen Größen, Farben und Formen.
8. August erstmals "Tag der Paradeiser"
"Der Paradeiser ist definitiv das Lieblingsgemüse der Österreicher. Seine Beliebtheit steigert sich von Jahr zu Jahr deutlich. Seine Geschmackswelten sind erstaunlich vielfältig und immer Gaumen umschmeichelnd. Um diesem sonnigen Wunderknaben ausführlich zu huldigen, haben wir gemeinsam mit der Branche den 08. August zum Feiertag des Paradeisers erkoren und wollen ihn von nun an jedes Jahr begehen", sagte Stephan Mikinovic, Geschäftsführer der AMA Marketing.
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