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DI | 09.02.2010
Meinl European Land MEL (Bild: APA/Harald Schneider)
Wirtschaft
Oberschützen bei Sammelklage gegen MEL
Auch die Gemeinde Oberschützen ist von der Finanzaffäre rund um Meinl European Land (MEL) betroffen: 52.400 Euro betragen derzeit die Kursverluste für die Gemeinde, die sich jetzt an einer Sammelklage von MEL-Anlegern beteiligt.
Toth: "Habe Fehler gemacht"
"Ich habe einen Fehler gemacht, dazu stehe ich. Da gibt es nichts herumzupapierln, zu beschönigen oder herumzuklagen", sagte der Oberschützener Bürgermeister Günter Toth (ÖVP) am Donnerstag zur APA.

Toth legte 2006 - nach einem entsprechenden Gemeinderatsbeschluss - 210.600 Euro in verschiedene Papiere, darunter MEL, an. Aus der Hoffnung auf schöne Renditen wurde aber bis jetzt nichts.
Entscheidung im September
Heute spricht Toth in diesem Zusammenhang gegenüber der APA von einem "Risiko, das die öffentliche Hand nicht übernehmen kann". Einen solchen Fehler mache man nicht zweimal, so Toth. Im September wird entschieden, ob man aus den Papieren aussteigt, umschichtet oder drinbleibt.
Derzeit 52.400 Euro Kursverlust
Die Kursverluste aus den 210.600 Euro hätten sich bis Mitte Juli 2008 auf 52.400 Euro belaufen, so die APA. Von dem Kursverlust "gehören" laut APA rund 22.000 Euro der MEL - im Verhältnis zum Einsatz der relativ größte Teil.

Ein unabhängiger Vermögensberater hatte der Gemeinde Oberschützen das Geschäft vermittelt. Der Name Meinl sei für ihn immer stark für "Vertrauen" gestanden, meinte Toth, Vorwürfe um Malversationen um MEL/Meinl sollten nun die Strafgerichte klären.

Auf den Erfolg von Schadenersatzklagen angesprochen, hält sich Toth bedeckt. Damit seien langjährige Verfahren verbunden. Dass sich die Gemeinde den Klagen anschloss, sei aber logisch gewesen.
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