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KURIOS |
17.07.2008 |
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Hagel kam aus dem Klo: Wer ist schuld?
Während eines Unwetters wurde in einer Eisenstädter Wohnhausanlage Hagel wie Popcorn aus Toiletten gedrückt. Die Bewohner wandten sich an die Hausverwaltung, die die Hauptschuld bei der Stadtgemeinde sieht.
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Druck war zu groß
Unglaubliche Szenen spielten sich beim Jahrhundert-Hagelunwetter Anfang Juli in einer Eisenstädter Wohnhausanlage ab. Das Abwassersystem des Hauses und der öffentliche Kanal konnten den Wasser- und Hagelmassen nicht mehr Herr werden.
Der Druck in den Rohren war so groß, dass der Hagel in einigen Wohungen regelrecht wie Popkorn aus den Wohnungstoiletten gedrückt wurde.
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 Am 7. Juli um 15.00 Uhr schien in Eisenstadt der Himmel herabzufallen: Sintflutartige Regenfälle und Hagelkörner in Golfballgröße verstopften sofort die Abwassersysteme und verwandelten die Straßen in reißende Bäche.
Auch in der Tinhofstraße glaubten die Bewohner, die Welt scheine unterzugehen, allerdings nicht vor der Tür, sondern direkt in den Wohnungen.
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 "Es fängt immer so an, dass man Gurgeln hört in der Toilette. Da wissen wir schon, es kommt das Wasser. In diesem Fall habe ich mir ein Brett hergerichtet, damit ich es dichtend drauflege und mich draufsetze. Ich bin mitsamt dem Brett runtergefallen, als das Eis gekommen ist. Ich konnte nur mehr flüchten", so Mieterin Sylvia Streit.
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Per Schneeschaufel entsorgt
Ohne Nachbarschaftshilfe und Schneeschaufeln wäre man der Situation nicht Herr geworden. Die Hagelmassen wurden mit der Schneeschaufel in die Badewanne befördert.
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 "Es kommt wie ein Springbrunnen heraus. Ich bin nicht schwach, aber ich habe wirklich mit ganzer Kraft dagegenhalten müssen, und trotzdem ist das Wasser neben den Fingern herausgekommen", so Mieter Martin Bierbauer.
"Wir füchten uns jedesmal, wenn Regen angesagt ist".
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 Hausverwaltung kannte das Problem. |
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Feuchtigkeit im ganzen Haus
Seit etwas mehr als zwei Wochen kämpfen die Bewohner nun mit der Feuchtigkeit im ganzen Haus.
Das Problem mit dem Abwassersystem war der Hausverwaltung bereits im Vorjahr bekannt, doch seither ist nichts passiert. Nach den extremen Auswirkungen Anfang Juli kommt die Sache nun ins Rollen.
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Lösungsansätze werden gesucht
"Ich verstehe, dass das alles viel schneller gehen sollte. Es ist so, dass wir in den nächsten vier Wochen rechnen, dass wir die ersten Aktivitäten setzen können und Lösungansätze haben", sagte Franz Gebhardt von der Neuen Eisenstädter Siedlungsgenossenschaft.
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Stadt: Öffentlicher Kanal ist ausreichend
"Wir wissen es noch nicht hundertprozentig, woran das gelegen hat. Fest steht, dass der öffentliche Kanal ausreichend dimensioniert ist. Es werden jetzt Lösungen ausgearbeitet, die darauf abzielen, das Regenwasser verbessert rückhalten zu können", so Wolfgang Leinner, der Baudirektor der Stadtgemeinde Eisenstadt.
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burgenland.ORF.at; 7.7.08
Ein Gewitter mit Sturm, Regen und Hagel ist am 7. Juli über das Nordburgenland gezogen. Gegen 15.30 Uhr waren insgesamt 17 Feuerwehren im Einsatz.
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