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DI | 09.02.2010
Hund (Bild: ORF)
TECHNIK
Chip unter der Haut ist ab Juni Pflicht
Ab Juni 2008 gilt für alle Hunde Chip-Pflicht. Durch diesen Chip unter der Haut mit relevanten Informationen können Tiere ihren Haltern einfacher zugeordnet werden. Die Daten sind in einer zentralen Datenbank gespeichert.
Winziger Informationsträger
Der winzige Mikrochip, auf dem verschiedene Buchstaben und Zahlenkombinationen enthalten sind, wird dem Tier mittels Injektionsnadel unter die Haut gesetzt. Außerdem muss ein Formular ausgefüllt und an eine Datenbank, die von jedem Computer aus abrufbar ist, gesendet werden.

Dadurch soll gewährleistet werden, dass Tiere nicht mehr so leicht ausgesetzt werden beziehungsweise Tierhalter innerhalb kürzester Zeit festgestellt werden können.
Noch nicht verbreitet
Derzeit seien im Burgenland, wo das Chipen von Hunden noch nicht Pflicht ist, Schätzungen zufolge erst rund zehn Prozent mit einer derartigen Marke versehen, sagt Peter Karall, Vizepräsident der Tierärztekammer.
Pass und Chip
Derzeit tragen meist nur Rassehunde oder Hunde, die mit ihren Besitzern ins Ausland reisen, einen Mikrochip. Bei Auslandsreisen ist nämlich ein gültiger Heimtierpass mit der Nummer des Chips notwendig.

Könne der Besitzer Pass und Chip nicht vorweisen, gelte es als ein illegaler Import, der nicht stattfinden dürfe, so Karall.
Suche online
"Der größere Nutzen aber - nicht nur, um die Identität des Tieres festzustellen - ist der, dass ab 2009 die Hunde nicht nur gechipt werden müssen. Sondern sie müssen auch in einer zentralen internationalen Datenbank registriert sein, sodass man dann rund um die Uhr über Internet online kurzfristig abfragen kann, wem ein herrenloses Tier gehört und der Besitzer dann ausfindig gemacht werden kann", so der Tierarzt.
50 bis 60 Euro pro Hund
Wie realistisch die Registrierung aller Hunde ist, wird sich in Zukunft zeigen, denn sie ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Das Chipen und Registrieren eines Hundes kostet zwischen 50 und 60 Euro. Kosten, die sich nicht jeder Tierhalter leisten will.

Vor allem auf dem Land könnte es gravierende Probleme geben. Denn dort gibt es oft Hunde, die zwar gefüttert werden, aber trotzdem niemandem gehören, wenn für sie bezahlt werden soll.
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