Aztekisches Süßkraut fürs Hochbeet

Seit vielen tausend Jahren schon wird es als Heilkraut verwendet - es schmeckt süß und kommt aus Panama und Mexico: Das Aztekitsche Süßkraut. Uschi Zezelitsch widmet sich wieder dem Weltenbummler-Hochbeet.

Wie der Name bereits verrät, stammt das aztekische Süßkraut aus Mittel- und Südamerika. Dort wurde es wahrscheinlich schon vor vielen tausend Jahren als Heilmittel eingesetzt. Das aztekische Süßkraut findet man heute wild vor allem zwischen Mexiko und Panama. Es wächst dort bevorzugt an feuchtwarmen Orten, die meist vollständig der Sonne ausgesetzt sind. Es gehört zur Familie der Eisenkrautgewächse.

Eigentlich ist das aztekische Süßkraut eine recht unscheinbare Pflanze. Das mehrjährige, meist am Boden kriechende Kraut kann bis zu 60 Zentimeter hoch wachsen und bis zu einem Meter breit werden und entwickelt kleine, flache Wurzeln. Die Blätter, zirka drei Zentimeter lang, sind eiförmig bis leicht lanzettenartig. Die Blattränder sind auffällig gesägt und durch so genannte Drüsenschuppen begrenzt, in denen sich das ätherische Öl der Pflanze befindet. Die Farbe der Blätter kann zwischen rostbraun, rot und grün variieren. Rote Süßkrautblätter entstehen meist durch intensive Sonneneinstrahlung.

Uschi Zezelitsch über Aztekisches Süßkraut

Sehr anpassungsfähig

Zur Blütezeit, zwischen Anfang Juli bis Mitte September bildet die Pflanze Süßkraut kleine, weißen Lippenblüten, die angenehm nach Honig duften. Das aztekische Süßkraut lässt sich relativ einfach im Garten, Hochbeet oder auf dem Balkon kultivieren und ist trotz seiner Herkunft sehr anpassungsfähig. Der optimale Standort ist ein sonniger Platz in gut durchlässiger, leicht humoser Erde, bzw. auch sandiger Erde. Regelmäßig aber nicht zu viel gießen. Im Freiland sollte die Pflanze für den Winter mit Reisig und Rinde bedeckt werden. Kübel- oder Topfkulturen können im Keller oder in einem gewärmten Raum überwintert werden.

Aztekisches Süßkraut

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Aztekisches Süßkraut

Küchenkraut und Heilkraut

Geerntet werden die Blätter und Stängel. Das Süßkraut lässt sich auch gut trocknen. Für die Verwendung in der Küche sollten aber in erster Linie die frischen Blätter und Blüten verwendet werden, denn durch das Trocknen verringert sich die Süßkraft deutlich. Seine Süßkraft ist deutlich milder als beispielsweise Stevia oder die Süßholzwurzel. Genutzt werden können die Blätter zum Süßen von Tee und anderen Getränken, Obstsalaten, Smoothies oder kalten Süßspeisen. Zum Kochen und backen eignet es sich nicht.

Weitaus größer als Küchenkraut ist die Bedeutung des aztekischen Süßkrauts als Heilkraut. Tees aus der Pflanze können u.a. gegen Husten, grippale Infekte, Magen- und Darmbeschwerden, Bronchitis, Asthma oder bei Menstruationsbeschwerden verwendet werden. Die Pflanze wirkt entzündungshemmend, antibakteriell, antifungizid und auswurffördernd. Wichtig: Das aztekische Süßkraut sollte als Kaltwasserauszug (Mazerat) angesetzt werden. Die Blätter oder Blüten müssen für zwei bis drei Stunden im Wasser ziehen, bevor es vorsichtig erwärmt oder auch kalt schluckweise getrunken wird.

„Aromatisiertes Wasser“

Fülle einen Krug mit Wasser und gib- neben einer Anzahl verschiedener, erfrischender Kräuter wie z.B Minze, Zitronenmelisse, Rosenblütenblätter, Salbeiblüten, zwei bis drei Stängel vom Aztekischen Süßkraut dazu. Wer mag, peppt das Getränk mit einem Schuss Apfelessig oder Zitronensaft auf. Für die Antialkoholische Variante wird der Rum durch Zitronensaft ersetzt.

„Azteken Pow Wow"–Longdrink

  • ¼ Liter Preiselbeersaft
  • 4 cl Cachaca (Rum aus Zuckerrohr)
  • 1 TL rosa Pfeffer
  • 1 EL Preiselbeeren (oder Ribisel)
  • 2 Zitronenscheiben
  • 2 Stängel Azteken Süßkraut
  • Eiswürfel

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(Sendungshinweis: "Radio Burgenland Vormittag“, 12.6.2018)