Tulpen: Erfrischung in Salat und Gesicht

Sie kommt ursprünglich aus der Türkei, trägt einen Turban am Kopf und rettete einmal vielen Holländern während einer Hungersnot das Leben. Die Rede ist von der Tulpe. Sie schmeckt im Salat, tut aber auch der Haut gut.

Mittler Weile gibt es mehr als 8.000 verschiedene Arten von Tulpen. Sie wurde vor langer Zeit im mittleren Orient aus einer Wildform kultiviert, „tülbend“ oder „dulband“ genannt und trägt daher heute den Namen Tulpe. Seit dem 16. Jahrhundert gibt es sie als Gartenpflanze, der damals ein eigener Tulpenkatalog gewidmet war.

UHZB Uschi Beet Tulpe

ORF

Was tut der Tulpe gut?

Sonne, ein luftig bewachsenes Beet und durchlässige, nährstoffreiche Böden, das tut der Tulpe gut. Für eine Gabe Hornspäne - ganz speziell während und auch nach der Blüte - ist die Pflanze dankbar. Staunässe mag sie nicht, daher zwar regelmäßig aber nicht zu viel gießen. Für die Pflege ist es wichtig, die verwelkten Blütenblätter zu entfernen.

Sendungshinweis:

„Radio Burgenland Vormittag“, 17.4.2018

Das Laub lässt man einziehen, denn damit versorgt sich die Zwiebel mit Nährstoffen. Die Zwiebel mit ihren Tochterzwiebeln ist die Vorratskammer der Pflanze und verantwortlich für die Blüte im nächsten Jahr. Die braune Zwiebelschale schützt vor dem Austrocknen, daher beim Kauf auf unbeschädigte, vollständige Zwiebeln achten.

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Der vielseitige Frühlingsbote

Die Tulpe eignet sich nicht nur in der Küche als Farbtupfer im Salat, sie kann auch für Kosmetik verwendet werden.

Draßburg: Wildtulpen im Burgenland

Die europäische Wildtulpe ist die einzige in Europa vorkommende Wildtulpenart. Im Burgenland kommt sie nur in der Gemeinde Draßburg vor. Die Kinder der dort ansässigen Naturparkschule sind richtige „Wildtulpen-Spezialisten“ und wissen, dass sie unter Naturschutz steht.

Die Tulpe in der Küche

Sogar in der Küche und für selbst gemachte Kosmetikprodukte ist die Tulpe einsetzbar. Die bunten Blütenblätter der ansonsten giftigen Liliengewächse sind essbar. Als hübsche Dekoration oder im Salat ergeben sie tolle Farbtupfer. Vor dem Verzehr sollten Stiel, Staubblätter und Fruchtknoten entfernt werden. Die bunten Blütenblätter sind überraschend knackig, schmecken frisch und haben eine leichte Süße. Sie sollten gleich nach dem Erblühen geerntet und dann auch schnell verwendet werden. Große Tulpenblüten eignen sich auch gut zum Füllen für süße und würzige Speisen. Allerdings sollten nur Bio-Pflanzen, bzw. ungespritzte Tulpen aus dem eigenen Garten verwendet werden.

Tulpen-Erfrischungswasser für die Haut

Auch der Haut „schmecken“ Tulpen. Das Tulpen-Erfrischungswasser ist rasch zubereitet. Dazu werden zum Beispiel fünf Blüten abgezupft und mit etwa 500 ml Wasser und drei Tropfen ätherischem Öl (z.B. Lavendel oder Kamille) in einem Mörser fein vermahlen oder in einem Mixer püriert, dann durch ein feines Sieb filtriert und das Tulpenwasser in einen Zerstäuber gefüllt. So ist es drei Tage bei Zimmertemperatur und eine Woche im Kühlschrank haltbar. Für eine längere Haltbarkeit kann man einen Schuss Alkohol dazu geben.

Das Tonikum ist als Gesichtswasser und Haarwasser, bzw. als Alternative zu Wasser für Shampoos, für die Zahnpflege oder in Hautcremes zu verwenden.

Die Tipps zum Nachlesen:

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