Ostern: Eier natürlich färben

Ostereier sollen bunt im Osternest leuchten. Eierfärben mit Naturfarben verhindert, dass über feine Haarrisse in der Eierschale künstliche Farbstoffe und deren Zusatzstoffen ins Ei gelangen können. Wie es geht, verrät Uschi Zezelitsch.

Beim Eierfärben mit Naturfarben darf man sich über eine außergewöhnliche Farbpalette freuen. Sowohl im Sandbett als auch schon im Hochbeet gibt es noch oder schon Pflanzen, mit denen Ostereier auf natürliche Art gefärbt werden können.

Materialien:

  • Eier
  • Kräuter und Gemüse für Farbbad
  • Kaffeesud, Zwiebelschalen, Brennessel, ...
  • Essig
  • Speckschwarte
  • Körbe
  • Gummiringerl
  • Klebeetiketten
UHZB 27.3 Eier färben

ORF

ORF-Burgenland-Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch

Rot: Schrumpelige rote Rüben

Auch wenn die letzten roten Rüben aus der Vorjahrsernte nicht mehr so ansehnlich aussehen – ihr roter Farbstoff ist kräftig genug um ein hübsches, dunkles Rot auf Eier zu zaubern. Den roten Farbstoff wussten schon die Menschen im Barock zu schätzen und färbten damit Stoffe, Wangen und Lippen.

Grün, blau-violett und gold-braun

Die erste Spinaternte aus dem Hochbeet wird dieses Jahr ebenfalls zum Eierfärben verwendet. ¼ Liter Holunderbeerensaft und ein Säckchen Malvenblüten für blau-violette Eier und die gesammelten Zwiebelschalen tauchen weiße Eier in einen angenehmen, goldenen Braunton.

Sendungshinweis

„Radio Burgenland Vormittag“, 27.3.2018

Auch Blaukraut, Kurkuma (Gelbwurz) und Brennessel können dem Osterhasen für das Färben seiner Eier mit Naturmaterialien dienlich sein. Petersilie und Efeu ergeben ein hübsches Hell- bis Mittelgrün. Kamillenblüten färben zart gelb. Kaffee- und Teesud färben die Eier bräunlich. Weiße Eier eignen sich zum Färben besser.

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Eier mit Pflanzen färben

ORF-Burgenland-Kräuterexpertin Uschi Zezelitsch zeigt, wie man mit Pflanzen aus dem Garten die Eier für Ostern bunt färben kann.

Pflanzenteile in kaltem Wasser ansetzen

Die selbst gemachte Pflanzenfarbe wird hergestellt, in dem die grob zerkleinerten Pflanzenteile meistens zuerst für ein paar Stunden in kaltem Wasser angesetzt werden. Für einen Liter Wasser werden beispielsweise drei bis vier Hände voll Zwiebelschalen, 300 Gramm Spinat oder rote Rüben benötigt.

Tipp: Wenn die Eier vor dem Färben mit Essig abgerieben werden oder die Farbe mit einem Schuss Essig versetzt wird, halten die Farben noch besser an den Eierschalen.

Der Sud wird nach dem Ansetzen für gut 30 bis 40 Minuten gekocht. Dann werden die gekochten Eier in das noch heiße Farbbad gelegt, sollen ganz bedeckt sein und etwa zehn Minuten ziehen. Eine andere Möglichkeit ist es, die Eier im Farbbad mitzukochen.

Kunstvolle Muster am Ei

Echte Kunstwerke entstehen, wenn vor dem Farbbad Blüten und Gräser mit einem Zwirn an die Eier gebunden und danach wieder entfernt werden. Für eine einfachere Methode werden Muster mit Klebeetiketten aufgeklebt und diese nach dem Färben wieder entfernt.

Auch um Eier gewickelte Gummiringerl ergeben lustige Muster. Mit einem Schaschlikstäbchen können auch nach dem Färben noch Muster in die Farbe geritzt werden. Nach dem Trocknen bringen eine Speckschwarte oder ein mit Öl benetztes Tuch die Kunstwerke richtig zum Glänzen.

Besonders schön kommen die natürlich gefärbten Eier in einem Bett aus echtem Gras, Blätter und Blüten oder in einem Heunest zur Geltung.

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