Obst richtig lagern: Tipps vom Physiker

Jetzt bei Sommerhitze sind Obst und Gemüse hoch im Kurs. Doch wie lagert man Tomaten, Apfel, Mangos und Co am besten und soll wirklich alles in den Kühlschrank? Wir haben bei Physiker Werner Gruber nachgefragt.

Soll man Obst, Gemüse und Salat einfach in den Kühlschrank schlichten? Von Gruber kommt dazu ein klares Nein. Wenn man zum Beispiel Tomaten in einem Plastiksackerl in den Kühlschrank gebe, würden sie wegen der Gärgase massiv nachreifen und wenn diese dann nicht entweichen könnten, führe das dazu, dass die Tomaten relativ schnell verderben würden.

Paradeiser, Tomaten

ORF

Nicht nur Tomaten verlieren im Kühlschrank den Geschmack

Gekühlte Lebensmittel hielten zwar länger, weil die chemischen Reaktionen um ungefähr 50 Prozent reduziert würden, so Gruber, aber es gebe gerade auch bei Tomaten einen großen Nachteil: Man verliere massiv an Geschmack. Auch alle exotischen Sorten - also zum Beispiel Mangos, Bananen, Ananas und Papaya gehören nicht in den Kühlschrank.

Zitronensaft gegen braune Flecken

Egal, ob im Kühlen oder draußen gelagert: Ein Phänomen beim Obstkennen wir alle. Angeschnittenes Obst wird schnell braun, weil es Oxidationseffekte gibt. Wer sich also gern Apfelspalten oder anderes Obst als Jause mitnimmt, sollte beim Schneiden eine Zitrone zur Hand haben und ihren Saft über das geschnittene Obst träufeln.

Zitrone wird ausgepresst

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Ascorbinsäure hält Obst ansehnlich

Es gehe dabei nicht um die Zironensäure, sondern um die Ascorbinsäure, denn diese sei ein Antioxidantium und führe dazu, dass der Sauerstoff woanders verbraucht werde und die Apfelscheiben knackig blieben, so Gruber.

Sendungshinweis

„Guten Morgen Burgenland“, 22.7.2017

Äpfel sind keine guten Nachbarn

Ein wichtiger Aufbewahrungstipp: Äpfel entwickeln ganz besonders viele Gärgase, die das Obst schneller reifen lassen. Daher sind Äpfel keine guten Nachbarn für andere Obstsorten und man sollte sie immer weit voneinander entfernt lagern.