Koriander: Würz- und Heilpflanze

Koriander kommt ursprünglich vom östlichen Mittelmeer und sieht der Petersilie sehr ähnlich. Das Kraut kommt mit kalten Temperaturen gut zurecht. Koriander ist eine Würz- und Heilpflanze, weiß auch Uschi Zezelitsch.

Nach der ersten Ernte Ende April können nochmals Samen ausgestreut werden. Dazu eignen sich sogar die Korianderkörner einer Gewürzpackung. Säen sich die Samen im Sommer von allein aus, kann man im zeitigen Frühling wieder mit neuen Pflänzchen rechnen.

Dass die Würz- und Heilpflanze nicht selten auch „Wanzenkraut“ genannt wird, kommt daher, dass nicht alle Menschen den typischen Duft und Geschmack lieben. Samen und Blätter schmecken übrigens komplett unterschiedlich und können einander als Gewürz daher nicht ersetzen.

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Uschi Zezelitsch über Koriander

Gegen Völlegefühl

Das Aroma der Blätter kann man als moschusartig-zitronenähnlich beschreiben und das Aroma der Samenkörner als warm, süß-würzig. Das ätherische Öl der Samenkörner duftet so angenehm, dass man es auch zur Parfumherstellung und seine heilende Wirkung bei Blähungen und Völlegefühl verwendet.

Sendungshinweis

„Radio Burgenland Vormittag“, 16.5.2017

Die Körner können sehr vielseitig genützt werden, sowohl für pikante Gerichte in Form von Currymischungen als auch für Nachspeisen in einem Kompott oder als Lebkuchengewürz. Zum Trocknen eignen sich die Blätter nicht. Sie verlieren jeden Geschmack. Aber man kann damit Pestos oder eine Gewürzpaste zubereiten.

Rezept für Korianderpesto

Dazu werden frische Korianderblätter so klein wie möglich gehackt und gemeinsam mit einem Pflanzenöl (Sesamöl passt besonders gut) Salz und Gewürzen (Chili, Pfeffer, Limettenzesten) im Mörser verarbeitet. In Gläser gefülltes Pesto ist mehrere Monate lang haltbar. Ein Würzöl kann mit klein gehackten Korianderblättern, welche ebenfalls in Pflanzenöl für 3 Wochen ausgezogen werden, zubereitet werden. Koriander – frisch, als Pesto oder Würzöl – passt zu allen asiatischen Gerichten, aber auch zu Huhn, Lamm und auf Suppen.

Die Tipps zum Nachlesen

PDF (149.5 kB)

Bei Fragen schicken Sie uns ein Mail an: kundendienst.burgenland@orf.at