Die Geschichte der Wahl

Seit dem Jahre 1921 haben im Burgenland 82 Wahlen stattgefunden. 40 Mal davon wurden Landtage, Gemeinderäte bzw. Bürgermeister gewählt. 1923 gab es die ersten Gemeinderatswahlen.

Bis zum Jahre 1971 wählten die Burgenländerinnen und Burgenländer noch in 328 Ortschaften einen Gemeinderat. Wahlberechtigt waren damals etwa 170.000 Menschen. Die Wahlbeteiligung lag mit durchschnittlich 90 Prozent auf sehr hohem Niveau. Mit dem sogenannten Gemeindestrukturverbesserungsgesetz 1971 gab es dann nur mehr in 138 Gemeinden eine Gemeinderatswahl.

Viele Änderungen im Laufe der Zeit

Bei der Wahl 2012 wird in 171 Gemeinden gewählt. Bei der bislang letzten Gemeinderatswahl 2007 waren schon 250.000 Burgenländer wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag immerhin noch bei 85 Prozent. Seit dem Jahre 1992 können die Burgenländer den Bürgermeister direkt wählen, viermal gab es bereits diese Direktwahl.

Vor zehn Jahren gab es eine weitere Änderung bezüglich der Wahlberechtigten. 2002 wurde nämlich das aktive Wahlrecht auf 16 Jahre und das passive Wahlrecht auf 18 Jahre herabgesetzt.

Wahlkarte

ORF

Neue Bestimmungen bei Briefwahl

Bei der jetzigen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl 2012 besteht wieder die Möglichkeit der Briefwahl. Erstmals kommen dabei aber die neuen Bestimmungen bezüglich Beantragung und Zustellung der Wahlkarten zum Einsatz. Damit sollen die Missbräuche verhindert werden. So können die Wahlkarten nicht mehr telefonisch angefordert werden.

Sendungshinweis:

„Radio Burgenland am Nachmittag“, 7.10.2012

Geändert hat sich in der Geschichte der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen auch die Zahl der Parteien und Listen. Dominierten früher hauptsächlich SPÖ und ÖVP wurde in den vergangenen Jahren mit der FPÖ, den Grünen und zahlreichen Namenslisten die Konkurrenz im Kampf um die Wählerstimmen für Bürgermeister und Gemeinderat deutlich größer.