Neuer Nächtigungsrekord erwartet

2017 ist für den Burgenland Tourismus wieder ein erfolgreiches Jahr gewesen. Der Rekordwert von 3,1 Millionen Nächtigungen im Jahr 2016 dürfte neuerlich übertroffen worden sein: Prognostiziert wird ein Plus von 0,4 Prozent.

Noch wichtiger als die Zahl der Nächtigungen sei aber die Wertschöpfung, sagte Klaus Hofmann, Vizepräsident der Österreichischen Hotelier-Vereinigung und Geschäftsführer der St.Martins Therme & Lodge in Frauenkirchen. Es zähle Klasse statt Masse und es gehe darum, mehr Wertschöpfung zu schaffen. Nächtigungssteigerungen könnten nur einerseits durch neue Betriebe und ein andererseits durch ein Upgrade der Privatzimmer-Vermieter kommen - dort gebe es noch die Potenziale auf Nächtigungssteigerungen.

Fernziele werden heuer wieder stärkere Konkurrenz

Im Vorjahr habe der heimische Tourismus von massiven Einbußen in Ländern wie Türkei und Ägypten profitiert, das werde 2018 sicher nicht mehr „so locker“ laufen, so Hofmann. Man müsse damit rechnen, dass die Fernziele wieder anziehen würden. Da müsse man dranbleiben, weiter in Qualität investieren, perfekte Dienstleistungen bringen und die Gäste weiter davon überzeugen, dass „das Gute so nahe“ liege. „Aber es wird eine Herausforderung, keine Frage“, so Hofmann.

Hannes Anton im Interview

Das Burgenland ist auf dem besten Weg eine Ganzjahres-Destination zu werden, sagt Burgenland Tourismus Geschäftsführer Hannes Anton, der seit rund einem halben Jahr im Amt ist.

Gäste auch in der Nebensaison anlocken

Im vergangenen Mai - mitten in der Hochsaison - eröffnete das Hotel Katamaran in Rust neu. Lisa Polleres ist mit dem ersten halben Jahr zufrieden. In der Wintersaison sind die Zimmer aber leer. Es gebe zu wenige Angebot rund um den Neusiedler See, meint Polleres. Das würde vor allem den Zeitraum November bis März betreffen. Eventuell können das Land oder die Gemeinden Aktivitäten ins Leben rufen, die das ändern, meint Polleres.